Samstag, 24. Mai 2014

Endlich ein Wesen!

Kappa hat jetzt ein Wesen, das hat sie (und Frauchen sich auch) heute verdient! Da die BZG Lüneburg für diesen Samstag einen Wesenstest bei Sabine Lamm ausgeschrieben hat, dachte ich mir, komm den nimmste mal mit. Extra weit dafür fahren würde ich nämlich ungern ;)
Es ging erstmal sehr unspektakulär los, mit im Auto waren. Also Kappa musste im Auto warten, von 9 bis 16 Uhr, während Frauchen ja bei den ganzen Hunden die vor uns dran waren (also alle) helfen musste. Zwischendurch durfte sich die Kappa mal die Beine vertreten, aber alles in allem war es wohl ziemlich öde für die kleine Maus. Aber dann als letzter Hund ging es los!

Als erstes erfolgte die Chipkontrolle. Kappa wollte das Chipgerät gerne haben und halten, da die Batterie grade ausging durfte sie dann tatsächlich das eine Chipgerät halten während mit dem zweiten recht lange der Chip gesucht werden musste. Kappa stand währenddessen praktisch frei und lies sich absuchen, während sie stolz das Chiplesegerät festhielt. Dann noch kurz Zahnkontrolle.
Als nächstes erfolgte der Spaziergang. Kappa lief erstmal zum Wasser, ich ging in die andere Richtung. Sie kam hinterhergesaust, dann drehte ich ab und ging recht zielgerichtet einen Trampelpfad zum Ende des Feldes und wunderte mich das Kappa nicht kam. Die beobachtete mich, dann auf einmal wurde ihr klar, dass ich ganz offensichtlich ein Dummy auslege! Lief zum Anfang des Feldes, setzte sich dorthin und beobachtete mich genau und fiepte. -.- Ich hab sie gerufen und dann kam sie angeflitzt wie der Blitz, die alte Nudel xD Sie war sich wirklich sicher, dass wir hier jetzt Dummy machen!

Als nächstes kam das Verhalten in der Menschenmenge, eine Fußgängerzone wird simuliert, nicht wirklich spannend für Kappa, sie lief so durch und schnüffelte den ein oder anderen an. ;) Dann sollte ich mit Kappa spielen, also wir kämpfen dann ja eher, also haben wir gekämpft. Dann durfte sie zweimal einen Tennisball apportieren und dann einen Fun-Mot. Super! Zergeln macht sie ja nicht, aber sie hat trotzdem mit dem Tau gespielt, auch mit der Richterin. Aber zergeln war noch nie ihr Ding. Ebenso easy die Seitenlage, Kappa fand es total dufte von der Richterin gekrault zu werden. Auch das Spielen mit Fremdpersonen liegt ja in Kappis Natur. Ein Spaß jagt den nächsten!

Als nächstes erfolgte die Kreisprobe. Auf mich machte Kappi einen ganz entspannten Eindruck als ich noch mit drin stand, als ich rausging hat sie mich wohl die ganze Zeit im Blick behalten durch die Beine der Menschen, aber fand es sonst nicht schlimm.

Beim Schuss dann wieder totale Verwirrung. Kappa läuft so über die Wiese, da fällt der Schuss. Kappa setzt sich hin und wartet auf die Markierung. Nix passiert. Hä? Ich fordere sie auf weiter mitzukommen. Schuss fällt, Kappa setzt sich und wartet auf die Markierung. Nix passiert!!! Kappa ist ratlos, was hat sie falsch gemacht? Sie geht den Pfad zurück (das ist der Trampelpfad des Spaziergangs) und setzt sich wieder auf die gleiche Stelle wie in der ersten Szene. Vielleicht gibts es jetzt ein Dummy. Es war wirklich herrlich mit anzusehen, sie hat die Welt nicht mehr verstanden. Die Schützin wird noch auf eine andere Stelle gestellt, wir gehen wieder drauf zu und als der Schuss erfolgt, muss Kappa hochspringen weil das Gras so hoch ist. Diesmal fliegt bestimmt ein Dummy! Wie ein Reh hopst sie vor uns im Gras um bloß nicht das Mark zu verpassen - und es kommt schon wieder keines!!!

Nach dieser bitteren Enttäuschung geht es in den Parcour. Am Anfang steht ein Mann mit Quietschie und einer Ratsche. Kappa interessiert sich gar nicht dafür. Ich soll es ihr dann einmal zeigen und sie möchte es gerne haben und apportieren, also geht es weiter. Über eine Plane mit einem Vorhand aus Baustellenband und so Schellen, Kappa möchte gerne eine Schelle mitnehmen, lässt dass dann aber auch mein Bitten. Sie flitzt dann erstmal durch den Bach, am Ufer scheppert ein Sack voller Dose. Hm? Kappa erschrickt nichtmal, sondern guckt nur und geht hin um es sich anzugucken. Aber dann ohohoh! Ein kleiner Elefant der immer vor und zurückschaukelt! Kappa superempört. Den gucken wir uns dann zusammen an. Als nächstes fallen Dosen von einem Tisch, das findet Kappa zwar zunächst auch nicht ok, geht aber selber hin und guckt. Zum Schluss das Gespenst bellt sie auch kurz an und begrüßt dann den Menschen den ich ihr darunter zeige.

Am Ende ist diese Bewertung rausgekommen:

Die 2 Jahre alte Golden Hündin zeigt ausgeprägtes Temperament und Bewegungsverhalten. Sie spielt begeistert. Mit ausgeprägter Aufmerksamkeit insbesondere ihrer Führerin gegenüber läuft sie durch den Test. Sie ist ausdauernd und zu einem großen Teil unerschrocken. Sie apportiert begeistert, zeigt ausgeprägt Beute- und Trageverhalten. Sie trägt freudig zu. Spürverhalten ist gut erkennbar. Die Bindung ist sehr eng, die Unterordnundsbereitschaft ist ausgeprägt. Sie ist sehr bemüht ihrem Frauchen alles recht zu machen. Menschen gegenüber ist sie sicher und freundlich, genießt den Kontakt. Die einengenden Situationen belasten sie nicht. Sie ist schussfest. Die akustischen Reize sieht sie sich allein und interessiert an. Bei den optischen Reizen erschrickt sie, erarbeitet sie sich fast allein.
Eine quirlige Hündin mit schönem Menschenbezug, sehr sensibel und mit viel Begeisterung beim Apportieren.

Eine superschöne Bewertung wie ich finde! Das ist meine Kappa! :)

Und zum Abschluss noch ein paar gesammelte Werke. Ich bin echt müde und Kappa auch.

Zu Boden gerangelt!

Wir genießen das gute Wetter der letzten Tage

Heute: Kappa mag nicht mehr warten

Sonntag, 4. Mai 2014

Geburtstage!

Beide Mädchen sind jetzt ein Jahr älter! Kappa wurde am 7. April zwei Jahre alt und Bazooka ist heute schon drei Jahre. Mal sehen wie lange es noch dauert, bis sie vernünftig werden. ;)
Wobei man sich nicht immer nur beschweren soll, Bazooka kann mittlerweile ganz vernünftig sein, wenn sie will. Und manchmal ist sie sogar einfach ruhiger als Kappa, zum Beispiel im Umgang mit unserem 1 Jahr alten Neffen, der Bazooka viel lieber mag und streichelt, weil die nicht jedesmal anfängt sich wie eine Schlange auf dem Boden zu wuseln, nicht versucht ihn zu küssen oder ähnliches. Bazooka liegt oder steht einfach da und lässt sich streicheln, da macht sich der große böse Schäferhund auf einmal beliebter als der kleine liebe Golden, verrückte Welt! Aber ich bin sehr stolz, dass die beiden sich quasi in null komma nix an den Zwerg gewöhnt haben. Kappa geht meist von allein unter den Tisch, irgendwie hat sie mitbekommen, dass er da auch nicht hingeht und dann pennt sie da. Ich glaub wenn dann ist eher sie noch ein wenig gestresst wenn er umherläuft.

Kappa und ich waren heute außerdem wieder bei Michael Walther zum Sonntagstraining. Wir haben mit dergleichen Übung wie letztes Mal angefangen, zwei Dummies links auslegen, auf 1 schicken, zwei Dummies im 45 Grad Winkel rechts auslegen, auf eines schicken, dann das 2. von links, dann das 2. von rechts.

Erstmal hat Kappa mega gequengelt als wir dran waren, natürlich aus Ungeduld. Ich muss ihr das Quengeln strikt untersagen, es ist ja nicht so, als ob Kappa sonst nie quengeln würde... *pfeif* Auch hat sie mir beim Auslegen wieder bitter nachgefiept und dann als ich wieder kam aber richtig krass weiter. Sie sprang dann auch einmal einen Satz nach vorne, aber korrigiert sich wie immer selber. Analyse von Michael Walther: Sie möchte das Dummy gerne haben und da sie abgeleint ist, könnte sie es holen und muss sich selbst beherrschen, was sie sehr stresst. Ich solle ihr locker die Leine um den Hals legen, damit sie ein Gefühl von Kontrolle hat. Was soll ich sagen, der Hund fiept nicht mehr -.- Außerdem der Hinweis: Wenn dein Hund sich konzentriert fiept er nicht. Um die Konzentration der Hunde zu fördern sollen wir zum Beispiel beim Auslegen nicht einfach zum Hund zurückgehen, sondern nur auf ihn zugehen, wenn er sich auf uns konzentriert und nicht munter in der Gegend rumguckt. So bleibt der Hund konzentrierter, man glaubt auch gar nicht was den Hund alles in seiner Konzentration stört, was man für gut und richtig hält.

Die zweite Runde die gleiche Aufgabe, nun werden die Dummys aber von einem Helfer ausgelegt, der aber auch nur zurückkommt wenn Kappa sich konzentriert. Soviel musste der kleine Hund sich ja noch nie konzentrieren! Da hat ihr Hirn aber gerattert. Ich hab sie beim Auslegen der Dummies an der Leine gelassen und mit Sicherung geschickt und sie hat nicht einen Mucks gemacht. Mit der Aufgabe selbst hat sie ja sowieso null Schwierigkeiten, es geht ja bei ihr immer nur darum wieso piepst sie jetzt.

Als letzte Aufgabe wurde in der Line Markierungen gearbeitet, ob gesichert oder nicht stand uns frei. Ich habe Kappa erstmal an der Leine gelassen, damit sie Sicherheit hat. Dann habe ich sie mal abgeleint und sie piepste prompt, worauf ich sie wieder anleinte und hinter mich setzte. Totenstille. Also wieder ans Bein geholt. Stille. Später wieder abgeleint, ob ich nochmal angeleint und abgeleint habe weiß ich nicht, aber sie war dann Mucksmäuschenstill. Piepen = Leine drum ist glaube ich ne recht erfolgsversprechende Verknüpfung. Die Markierungen waren so lala, die ersten beiden ganz ok, die letzte eher nicht, aber im Moment haben wir ja ohnehin einen anderen Trainingsschwerpunkte.

Ohne Leine in der Line: Mit Frauchen Pfötchen halten hilft immer! (ja das macht sie ständig)

Donnerstag, 17. April 2014

Fuuuuß!

Da die lange Winterpause jetzt vorbei ist und es abends lange hell ist, bin ich mit Bazooka mal wieder einen Verein angefahren, da ich ja eigentlich ganz gerne mit ihr mal die BH laufen würde. Diesmal hat uns unser Weg zum SV in Tespe geführt. Ich war leider ein bisschen früh da, war aber nicht die einzige und konnte Bazooka so schonmal ein bisschen den Platz zeigen und sie etwas auspowern. Für die Pausen ging es in eine Box, so eine Art Kennel auf dem Platz, am Anfang hat sie da natürlich geschimpft ohne Ende, aber dann hat sie sich damit abgefunden. Gegen halb sieben, da waren wir schon eine Stunde vor Ort, kamen dann die Trainer und Bazooka hat noch einmal allein gezeigt was sie so kann und dann nach einer kurzen Pause, kam das Gruppentraining, Bazookas ich sage mal Schwäche. Zu Anfang ging es noch, aber dann war sie einfach nur fertig und hat nicht mehr aufgepasst und sich ein bisschen an den anderen Hunden aufgegeilt. Nach einer 3/4 Stunde war Schluss und ich habe sie gleich ins Auto gepackt, Fix und fertig war sie, selbst heute morgen war sie ungewohnt entspannt. Für mich ist das Training auch sehr viel anstrengender als mit Kappa, die ist ja selber ganz entspannt, aber Bazooka ist immer so gestresst und das stresst mich. Aber nützt ja nichts sie muss mal wieder ein bisschen was tun, das tut ihr nur gut.
Um dem Verein beizutreten müssen wir sowohl der Ortsgruppe als auch dem SV selbst eintreten, was am Ende mit Eintrittsgebühren und Jahresbeiträgen über 200 Euro sind die man berappen muss. Da ich noch nicht genau verstanden habe, ob wirklich auch THS trainiert wird (Agility jedenfalls nicht) und noch nicht hundertprozentig sagen kann ob ich dann im Herbst wirklich auf Samstagstraining wechseln kann, überlege ich erstmal als Gast mitzumachen und monatlich 30 Euro zu zahlen. Diese unglaublich hohen Aufnahmegebühren in den Hundesportvereinen kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Wobei ich ja eigentlich die BH laufen will und dafür muss man eigentlich in einem Verein beigetreten sein... aber soviel Kohle!?

Sonntag, 6. April 2014

Immer wieder Sonntags...

unter diesem Motto ist heute die Seminarreihe mit Michael Walther gestartet, zu der Kappa und ich uns vor gefühlt Jaaahren schon angemeldet haben. Heute ging es los in Hamwarde, Kappa und ich natürlich in der A-Gruppe.

Das Gelände sieht so aus, dass zwei Wiesen durch einen Graben getrennt werden. Umrandet sind sie von Bäumen. Als erstes sollte ich zwei Dummys in ca. 30 Metern Entfernung auslegen, als optische Orientierungshilfe dienten ein paar Maulwurfhügel. Das erste Dummy durfte geholt werden, dann sollte ich im Winkel von ca. 80 Grad noch zwei Dummys auslegen. Auch hier das erste holen, dann wieder auf das gradeaus, dann das von rechts. Kappa hat alles brav gemacht, ist beim zweiten gradeaus einmal ohne Kommando los, hat sich aber sofort selbst korrigiert. Nur wenn ich auslege fiept sie mir nach, während sie wie ein Stein da sitzt. Also habe ich die Hausaufgabe Kappa öfter mal irgendwo nicht in meiner Nähe länger sitzen zu lassen, damit sie sich dran gewöhnt dass das Leben manchmal so ist. Ist notiert.

Nach einer Pause soll Kappa von der Stelle bei den Maulwurfhügeln ein Dummy holen, wo sie nicht gesehen hat wie es ausgelegt wurde, auf dem Rückweg fliegt eine Verleitung, die sie danach arbeiten darf. Kein Problem für Kappa. Also bekommt sie direkt eine Extraaufgabe. Michael Walther wirft ein Dummy über den Graben, wir drehen uns um 180 Grad (Kappa quakt), noch ein Dummy fliegt, wir drehen uns (Kappa quakt) und Kappa darf erst das Dummy über den Graben arbeiten, dann das andere. Als ich erzähle dass Kappa immer fiept wenn sie von einer Markierung weggedreht wird, machen wir das Ganze nochmal. Diesmal muss ich nach dem Fliegen der Markierung ein bisschen warten, dann ganz entspannt anleinen und um den Hund herumgehen so dass sie von mir wegdreht und nicht am Bein dreht, dann ableinen und dann nochmal für das zweite Mark und wieder zurück und arbeiten lassen. Kappa macht keinen Mucks! :D Ich soll nun also viel Ruhe reinbringen, nicht zu schnell drehen sondern lieber etwas warten und den Hund nicht am Bein drehen lassen, sondern Außenrum. Mach ich gerne! Das gefiel mir heute besonders gut, denn ich habe noch nie einen wirklichen Tipp bekommen was ich da machen soll und das er gleich einen parat hatte, der funktioniert hat war natürlich noch besser! :D

Bei der letzten Aufgabe ging es um die Ehre! Flat, Lab oder Golden, wer macht das Rennen! Ein Dummy wird am Waldrand im Laub vergraben und der Hund mit Voran geschickt. Kappa läuft, steckt die Nase ins Laub und holt das Dummy raus. Perfekt! Der Flat macht das zwar auch, flitzt aber zu den anderen Hunden nach der Abgabe des Dummys und der Lab war ein bisschen irritiert. Kappa also Sieger der Ehre! ;)

Mir hat das Training sehr gut gefallen und ich freue mich aufs nächste Mal. Michael Walther hat für alles eine Lösung und Ansätze, erklärt alles ruhig und gut und mit dem Hund schimpfen dürfen wir nicht. Er reagiert unmittelbar auf den Trainingsstand des Hundes, achtet aber trotzdem darauf, dass Kappa noch ein junger Hund ist. Wenn man ihn etwas fragt hat er immer gute Tipps parat. Super!

Samstag, 22. März 2014

Urlaub muss sein

Wie jedes Jahr im März waren wir zwei Wochen Urlaub machen und die Hunde mussten mit meiner Mutter vorlieb nehmen. Dementsprechend gab es keine Trainingsnews oder sonstige Neuigkeiten. Nun ja bis auf, dass wir keinen Startplatz beim Weser Cup bekommen haben, was aber überhaupt nicht schlimm war, denn Kappa ist wie letztes Jahr im Urlaub läufig geworden und wir könnten eh nicht starten. Ich denke die März-WTs können wir uns in Zukunft abschminken, scheinbar funktioniert Kappa wie ein Uhrwerk. Hier im Norden findet bis Juni nichts mehr statt, also schieben wir unser Debüt bis dahin auf. Ich rechne also damit dass Kappa pünktlich Mitte September läufig wird und kann mit Glück noch am 14.9. Gut Borghorst starten, das wirds dann aber auch gewesen sein. Ist nicht immer einfach mit Hündinnen.

Zuki harrt nun ab und wird dann Ende April läufig werden. Am Mittwoch wollen wir mal nach Tespe fahren und uns das Training anschauen, es ist ja jetzt wieder länger hell, ansonsten Samstag, irgendeiner der beiden Tage wird schon immer klappen über Sommer und ab Herbst dann hoffentlich immer Samstags. :D

Sonntag, 16. Februar 2014

Stop & Out

Das heutige Training stand ganz unter dem Stern "Wir stoppen unseren Hund und schicken ihn seitwärts". Gehorsam also. Ist ja auch ne Willensfrage.

Es ging los mit einem klassischen Voran, auf dergleichen Höhe rechts, gleiche Entfernung von ca. 50 Metern, lag auch ein Dummy. Ich konnte ganz genau vorhersagen was mein Hund macht: Sie macht das Voran super und will dann direkt nach rechts zum Dummy. So kam es natürlich auch. Also musste sie noch zweimal voran gehen und von dort Dummys holen und erst als sie dann brav raus ging, hieß es stopp und rüber. Sie denkt halt immer mit, ist ja irgendwie nett, aber manchmal auch nicht so gut wenn sie immer meint es besser zu wissen -.-

Anschließend ein Voran auf halbe Strecke, dann über die Fallstelle rüber. Hier mache ich ein paar Fehler und bin schlampig in meinem Handling. Wenn ich beim Voran schicken z.B. direkt die Hand zur Seite wegnehme, nimmt Kappa auch diesen Bogen. Ich muss die Hand also stehen lassen, dann geht sie sehr viel sauberer raus. Das haben meine aufmerksamen Trainingspartner sehr schön analysiert und ich habs dann umgesetzt :)

Weiter gehts wieder voran und rechts das Dummy, diesmal an anderer Stelle, aber alles bekannte Punkte. Nur diesmal soll erst das Dummy von rechts kommen. Kappa sauschlecht beim Stopppfiff, das war ein Krampf. Da fing sie wieder an ein bisschen bockig zu werden, dann ging es aber. Dann voran schicken, stoppen und wieder nach hinten weg, das ging schon etwas besser aber auch nur mit SIIIITZ Gebrüll.

Dann der Clou, rechts und links ein Dummy, grade schicken, dann out in die jeweilige Richtung. Kappa geht schonmal nicht gradeaus sondern driftet erst direkt nach links, dann nach rechts, man ist ja nicht dumm. Also tu ich so als würde ich voran etwas auslegen und nun geht Kappa raus, stoppt aber pervers schlecht und wenn ich die Richtung ansage, will sie wieder an der Stelle suchen. So Madam jetzt reichts, also geh ich hin, krall sie mir und pflanz sie auf die Stelle wo ich gepfiffen habe. ENDE IM GELÄNDE! Ich schicke sie out nach links. Sie läuft wie an der Schnur raus und holt das Dummy. Zweites Mal, ich schicke voran, sie läuft, ich pfeife, sie stoppt sofort und setzt sich, ICH GEHE SOGAR HIN UND GEBE IHR EINEN KEKS, gehe zurück, schicke sie rechts, wie eine Schnur läuft sie, PERFEKT. Geht doch. Wir sehen also, der Hund hat nach wie vor mit Besserwisserei und Stursinn zu kämpfen. Ich muss ja auch sagen, dass ich da häufig zu Lachs im Alltag bin, ich lass ihr sehr viel durchgehen, WEISS ICH JA :( . Man kann dem kleinen Monster also nicht allein die Schuld geben. Aber irgendwann haben wir diese Flausen bestimmt ausdiskutiert, so regelmäßig wie wir diskutieren. Ja und ich hab mein Handling verbessert, so haben wir alle dazugelernt :)

Sonntag, 9. Februar 2014

Die Küste bringt den Wind mit!

Heute hatten wir Besuch beim Training, aus Eckernförde! Zwei gelbe Labbimädels aus dem Zwinger Coffee,Milk&Sugar von Kathleen Schneiderheinze, wir erinnern uns: Hundeschule Eckernförde! Da war ich damals mit Bazooka in der Hundeschule! Ha! Kathleen's Labbis kenne ich natürlich auch. Außerdem hatten wir noch einen Schokolabbi dabei, diesmal war Glen dadurch der schwarze Quotenlabbi und Kappa mal nicht der Farbtupfer XD Der weiten Anreise entsprechend haben wir unser Training heute auf 3,5h ausgedehnt und viiiiel gelernt. Mal sehen ob ich noch alles zusammen bekomme.

Zunächst haben wir die Aufgaben vom letzten Mal wiederholt. Abwechselnd holt ein Hund ein Dummy von rechts aus einer kleinen Reihe von Tannen und eines von gradeaus. Kappa hat es diesmal super gemacht. Erst von vorne. Dann beim Dummy rechts kam sie erst zu weit nach links, ließ sich aber super stoppen und nahm meine Richtungsanweisung sofort 1A an und fand. War ich schonmal sehr angetan.

Dann der zweite Teil. Ein Dummy rechts am Baum, ein Dummy schräg hinten rechts am Baum, ein Dummy gradeaus an der hinteren Birke und ein Dummy links auf einem Wall. Kappa hat weder mit Entfernungen noch mit Geländeübergängen Probleme gehabt und alles 1A gearbeitet. Super!

Dann haben wir uns nach ganz unten gestellt, in einer Wiese hinter Bäumen lagen die Dummys und rechte Hand zwischen den Birken das andere. Zunächst ging es gradeaus. Dann beim zweiten schwarzen Punkt gestoppt und dann nach rechts Out geschickt. Da hätte ich gleich weiter nach rechts gehen müssen um ihr die Richtung gut anzuzeigen, fiel mir aber erst ein als es zu spät war. Sie ging natürlich erstmal nach hinten weg und nach einigen Diskussionen und Hilfe von mir, ging sie vernünftig seitlich raus.

Nun stehen wir oben am Wald, ganz hinten wo wir eben noch standen liegen Dummys, auf der Hälfte liegen Dummys. Wir schicken die Hunde auf die ersten Dummys. Dann fliegt für Kappa eine Verleitung (blauer Punkt) und sie soll auf die hinteren Dummys. Ging sie natürlich zweimal auf die Verleitung und dann nach vorn. Danach dann die Verleitung.

Nun nochmal mit kürzeren Distanzen. Den Wall im Nacken, schicken wir Voran auf die Birken. Dann stopp und links zwischen die Tannen, das macht Kappa prima, ich denke aber auch daran ihr die Richtung besser vorzugeben in dem ich in die Richtung gehe in die sie gehen soll.

Soweit so gut! Bisher hat Kappa bis auf bei dem 1. Seitwärts sehr sehr schön gearbeitet. Nun kommt eine Suche bei der wir die Dummys vergraben haben. Das erste läuft noch wie geschmiert, beim Zweiten fängt es für sie dann schon an zu anstrengend zu werden. Sie rennt mehr als dass sie sucht und wenn es nicht zufällig vor ihrer Nase landet, dann findet sie es halt nicht. Pah! Ich hab dann ein bisschen unterstützt in dem ich mit ihr ins Suchengebiet gegangen bin und mich in die Nähe des Dummys gestellt habe, da hat sie es dann gefunden und ausgegraben.

Nach Einweisen und Suche folgen natürlich... Markierungen! 1. Markierung Chaos. 2. Markierung gut. Dann Doppelmarkierung. 1. Mal na ja, zweites Mal sehr gut. Kappa zeigt hier schon an, dass sie eigentlich keine Lust mehr hat, aber nun, manchmal muss man dann trotzdem ein bisschen Biss zeigen. Nicht so Kappa. Sie hat genau das Verhalten gezeigt wie in den ersten WT Aufgaben. "LALALALALA ICH RENNE HIER EINFACH RUM MIR EGAL WAS ICH MACHEN SOLL LALALAALA". Da hatten wir uns mächtig in der Wolle! Am Ende hatte sie das Dummy, wir wieder an den Ausgangspunkt zurück, gleiches Szenario nochmal. Perfekte Arbeit. Dann noch ein Voran, perfekte Arbeit. Noch eine Markierung, perfekte Arbeit. Noch eine Markierung, geht doch! Ich glaub die kleine Zicke hat wieder was gelernt :)

Ach ja, super still war sie auch die ganze Zeit. Im Grunde war sie also ziemlich gut drauf! :D