Sonntag, 20. Juli 2014

Geländeübergänge

Heute, in der ganz netten "Kühle" des frühen Morgens, stand das Training so ein bisschen unter dem Zeichen des Geländeübergangs, Annette hatte ihren Schafszaun dabei! Kappa kennt Zäune ja schon ein bisschen vom Belgienwochenende, aber so hatten wir mal die Gelegenheit gezielt damit zu trainieren und vor allem auch Einweisen über Zäune zu trainieren.

Nachdem wir also beiden den Zaun nochmal gezeigt hatten, haben wir angefangen Dummys auszulegen.

Oben rechts sieht man schwarz abgegrenzt unser kleines Zaunviereck, an allen gelben Punkten haben wir Dummys ausgelegt, vom roten Punkt aus haben wir geschickt. Kappa als erstes auf den Zaun, das Kommando zur Überwindung relativ zügig angenommen und gebracht. Dann auf das Dummy rechts unten, auch gut. Dann links oben, dann Mitte rechts (hier war ich besonders beeindruckt wie schön sie doch meine Kommandos angenommen hat) und dann links unten. Hier hat sie die Nase leider nicht mit in den hohen Bewuchs genommen und wurde dann müde, also bin ich nochmal rein, hab ihr gezeigt schaust hier ist eines und sie dann nochmal geschickt. Jetzt hat sie ihre Nase mitgenommen und sich gut im Gebiet halten lassen. Schön schön.

Nach einer kleinen Badepause in der Neetze gab es noch einmal Einweisen auf das Suchengebiet mit dem Kappa eben so gekämpft hat. Jetzt gab es da keine Probleme mehr. Wunderbar.

Weiter gings. Annette wirft Dummys über die Neetze in mannshohen Bewuchs, Brennesseln inklusive. Wir gehen zum roten Ausgangspunkt und es fliegt eine Markierung in das Zaunviereck. Kappa holt erst das Dummy hinterm Zaun, dann Collin das Dummy auf der anderen Seite der Neetze und dann ist Kappa dran. Sie nimmt meine Kommandos super an und schwimmt sofort durch den Fluss ans andere Ufer und beginnt zu suchen. Hier begeistert sie mich jetzt mit echter Ausdauer, sie sucht und sucht und sucht und findet! Und das obwohl wir schon 1 Stunde trainieren und das nur mit 2 Hunden, heißt im schnellen Wechsel. Es bringt also was, Gott sei Dank.

Aber damit ist noch lange nicht Feierabend neeeeein, es geht noch weiter mit einem Walk Up. Vorher legen wir die Dummys links aus und laufen dann vom linken Punkt zum rechten. Annette wirft erst ein Mark für Kappa auf die Wiese, dann wirft sie Marks für Collin und Kappa muss sich beide Male abwenden je ein Dummy von links oben und links unten holen. Zum Schluss vom rechten roten Punkt einweisen auf Dummys hinterm Zaun, ohne dass beide wissen dass dort noch was liegt. Kappa ist jetzt wirklich genial, läuft los, ich rufe rechtzeitig "Rüber" also nimmt sie direkt den Zaun. Ein Träumchen. Dann gibt es eine Badepause und dann fällt uns ein, dass ja noch ein Dummy hinterm Zaun liegt, also wird Kappa nochmal geschickt und wieder macht sie das super.

Zum Schluss gehen wir nochmal in das Wäldchen unten und legen eine Suche aus die sie vom Hügel aus arbeiten sollen. Kappa holt das erste Dummy noch schön rein, aber dann gehe ich mit ihr runter ins Gebiet und unterstütze sie, nach 2h Arbeit kommt jetzt nicht nur sie, sondern auch der Collin an seine Grenzen. Trotzdem war das ein Spitzentraining, Kappa hat bis zum Schluss alles gegeben, super super! Nächstes Wochenende trainieren wir wieder bei Michael Walther, ich bin sehr gespannt wie es in der anderen Gruppe, ohne den Collin, läuft.

Sonntag, 13. Juli 2014

Wieder am Start

Nachdem wir nach dem Skiurlaub im März erst wegen Läufigkeit und dann wegen privater Termine fast nie am Training bei Annette teilnehmen konnten, war es heute endlich wieder soweit! Training in Kappas heißgeliebter Heimtruppe mit Glen, Cooper und Collin!

Als erste Aufgabe sind wir einen ausgemähten Weg auf einer Wiese im Walk Up hochmarschiert und haben abwechselnd rechts und links Markierungen gearbeitet. Kappa ist schön Fuß gelaufen und war brav steady, ohne Fiepsen.

Anschließend haben wir rechts und links am Ende der Wiese sowie gradeaus am Ende der Wiese Dummys ausgelegt (auch das kann Kappa in DIESER Gruppe ohne Fiepsen, sie sitzt ja neben ihrem Collin also ist alles gut) und sind dann zum Anfang der Wiese. Also liegt in ca. 80 Meter ein Voran und 45 Grad rechts und links davon auf ca. 50 Meter Entfernung auch je eins. Das gradeaus ist einfacher, da der Weg ausgemäht ist, rechts und links geht es schräge Linie durch hohes Gras ohne Führerspur, aber Kappa hat beides top gearbeitet.

Als nächstes ein Voran auf ein Blind, welches rechts im Gebüsch liegt, also abstoppen und rechts rüber schicken, aber ungefähr dort wo zuvor auch Dummys lagen. Kappa reagiert erst gut auf alle Kommandos, dann findet sie aber nicht sofort und wird wieder etwas weiträumig. Daraufhin haben wir leichte Kommunikationsprobleme, bzw. nimmt sie mein Back nicht so korrekt an, sondern geht immer direkt rechts ins Gebüsch, nach etwas Gemuckel geht das aber.

Dann werfen wir Dummys über einen Graben auf ein Feld, gehen 50 Meter zurück, dort gräbt Annette ohne dass die Hunde es sehen Dummys ein und wir gehen nochmal 50 Meter weiter zurück. Also ein Voran bei dem sie auf das hintere gehen wollen, wir müssen stoppen und auf der Stelle suchen lassen. Kappa braucht 2,3 Korrekturen, aber dann kapiert sie und findet. Beim meeeeeegalangen Voran pushe ich ordentlich und als sie dann irgendwann außer Sicht ist rufe ich "RÜBER!" damit sie den Graben nimmt. Man meldet mir, der Hund sei über den Graben und sie findet dann auch zackig. Supertoll!

Wir wechseln dann nochmal das Gelände und arbeiten nun von einem Berg runter, entweder gradeaus stopp links, oder gradeaus. Also will Kappa gleich nach links. Ich schicke sie aber weiter. Sie reagiert wieder nur sehr verzögert auf den Stopppfiff, es sind 1,5h um und Kappas Ausdauer ist eigentlich wieder vorbei. Gradeaus schicken nimmt sie dann aber gut an. Dann das zweite Mal soll sie aber trotzdem stoppen, bis sie da mein Kommando annimmt, alter Falter. Ich muss sie einige Mal wieder aus dem Gebüsch holen und es durchsetzen bis sie endlich sitzt und ich sie ins Gelände rüber schicken kann. Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Suche.

Mit Steadyness hat Kappa in ihrer Heimtruppe absolut keine Probleme, auch hat sie gut gearbeitet, aber weiterhin nur eine kurze Ausdauer, deswegen haben wir die Trainingszeit jetzt auf 2h erhöht und wollen in Zukunft ab und zu Trainingstage machen. Die Aufgaben sind ja nun auch F Niveau, was ja auch anstrengender ist, aber ich denke es entspricht dann schon der Konzentration die auf dem WT A von Nöten ist. Angeben mit ihrem Dummy wollte Kappa heute kein einziges Mal.

Sonntag, 29. Juni 2014

Kleine Erfolge

Dieses Wochenende war für Kappa wieder Aufregung auf dem Programm! Am Freitag kam Besuch für uns, die Linna (diesmal ohne Timy) wurde netterweise von Ralf (Herrchen von Eckhard, Kappas Bruder) vorbeigebracht auf dem Weg zum Wasserseminar von Carsten Schröder. Erstmal ja ganz nett für Kappa, abends haben wir ein wenig Markierungen an Wasser und Land geübt, ca 45 Min. ich war zufrieden, sie hat toll markiert und nicht einen Mucks gemacht.

Am Samstag ging es dann gegen Mittag nach Winsen/Aller zum besagten Wasserseminar bei Carsten Schröder. Eigentlich zum Zugucken. Da Eckhard schon ein wenig geschafft war und am nächsten Tag ja noch ein Workingtest geplant war, wollte Ralf lieber in der Mittagspause Feierabend machen und so durfte ich für ihn einspringen :D Die erste Aufgabe war eine Markierung links hinter das Schilf, dann ein Blind auf der anderen Seite im Schilf. Kappa war erstmal ziemlich laut, was mich aber zwischen den ganzen Hunden nicht so sehr schockiert hat. Die Markierung war super, das Blind war zu schwer, sie bekam dort ein Memory und ich schickte sie dann einfach noch ein zweites Mal, passt. Zum Schluss sollte sie dann noch eines der Blinds reinholen was ein anderer Hund nicht reinbringen konnte, auch das hat sie prima gemacht und da der Trubel nun weg war, war sie still.
Als zweites haben wir im Wald Landmarkierung über Wasser aufgebaut, da war ich eigentlich auch zufrieden mit Kappa auch wenn die langen Distanzen noch nicht sicher sitzen, zwischendurch gab es Markierungen, die waren auch schön. Auch hier war sie still, obwohl wir mit einem zweiten Hund gearbeitet hat.

Nach dem Ende des Seminars ging es nach Marl, von dort ins Bett, von dort am nächsten Morgen früh nach Belgien, der große Tag! Der Wasserworkingtest in Beerse! Ich war ja schon ein bisschen aufgeregt und hatte echt Sorge, dass ich den Hund nervös mache!

Die erste Aufgabe war eine Doppelmarkierung Land/Wasser, was der Hund zuerst holt ist egal. Kappa still wie ein Stein! Holt beide Dummys rein, zeigt sie den Helfern, aber das war mir so egal, sie hat punktgenau markiert und auch das zweite Dummy sauber reingeholt und meine Kommandos toll angenommen (hatte sie direkt eingewiesen). Ich glaub das Präsentieren ist durch den Wesenstest zurückgekommen, wo es erlaubt und toll war mit den Menschen zu interagieren, aber es war mir echt egal, denn ich war froh dass sie ruhig und konzentriert war :D Für das Wassermark gab es 8 Punkte und für das Landmark 9 (von zehn). Prima!

Zweite Aufgabe war an einem wunderschönen großen azurblauen See, Wahnsinn. Ein Doppelmark ins Wasser, Reihenfolge egal. Kappa ist still wie ein Stein und arbeitet die beiden Markierungen auf den Punkt. Super! Nur den Helfern einmal kurz das Dummy zeigen, das musste sein. Auch hier 9 und 8 Punkte. :D

Dritte Aufgabe waren zwei Einzelmarks, auch beide auf den Punkt, auch hier mit Helfer Präsentation, 7 und 9 Punkte. Hach was war ich froh!

Dann kam der Wetterumschwung und mit dem auch der Umschwung in Kappas Stimmung! :( Nach ca 30-60 Minuten im Dauerregen war die Laune, ich sag mal, ganz unten und Kappa fertig mit den Nerven. Ich hab schon beim Warmmachen gemerkt, dass sie plötzlich sehr motzig ist und die Fußarbeit war nicht mehr so schön, sie wollte sich nicht mehr setzen und drehte teilweise nicht mehr mit. Nun ja, zur Aufgabe. An der Leine schon ein wenig gefiept. Dann abgeleint, Stille. Puh. Eine Landwarkierung über Wasser, hatten wir ja grade erst gelernt. Kappa macht es toll, findet auf der anderen Seite nicht so richtig, aber nimmt meine Kommandos gut an und findet zackig. Auf dem Rückweg fliegt die Verleitung ins Wasser, ich pfeife und Kappa ignoriert die Verleitung. Aber dann nach der Abgabe, steht Kappa einen Meter vor mir schon bereit wieder ins Wasser zu hüpfen. Ich hab zwar schon die Freigabe, aber so geht das ja eigentlich nicht also fordere ich sie auf an meine Seite zu kommen und da kommt es, das laute angepisste Quaken. Null! (Der erste Teil gab 5 Punkte)

Von da an ging es dann quasi bergab, Kappa lässt sich schon kaum Anleinen und ich muss sie festhalten, was absolut nicht ihre Art ist. Dann ein Dauerfiepen neben mir in der Wartezone (es regnet noch immer), Kappa völlig im Stress, egal was ich mache, sie beruhigt sich nicht. Ich gehe zwar in die letzte Aufgabe, sage aber gleich, dass sie wohl fiepen wird und ich sie dann sofort anleinen werde. So kommt es dann auch. Kappa läuft noch ein wenig krüppelig Fuß, dann fliegt das Wassermark und sie fiept sofort, also leine ich sie an und nehme sie da weg. Da das Dummy ja raus muss schicke ich sie von anderer Stelle nochmal salopp (also schnell Leine runter und "hols dir" damit sie gar nicht erst fiept), danach holt sie noch schnell das Suchendummy aus dem Gebüsch auch eher als "alles gut mach mal" gestaltet. Ja, Doppelnull.

Kappa bekommt also ihren Mantel und ab ins Auto, sie schläft nun eigentlich permanent seit 13 Uhr, sie ist echt fertig. Ich bin einerseits sehr stolz, dass unser Anti-Fiep-Training so toll angeschlagen hat, die ersten drei Doppelaufgaben war sie wirklich ein Traum! Das mit den Helfern bekomme ich ja fix wieder raus, das ist kein Problem. Sie hat super markiert, wo ich mir auch nicht sicher war. Sie war von Anfang an da und konzentriert. Einfach klasse!

Dass sie das nicht bis zum Schluss aufrecht halten konnte und so gestresst war, war natürlich schade. Ich weiß nun nicht, ob sie besser durchgehalten hätte, wenn Samstag nicht schon anstrengend für sie gewesen wäre, da kann ich nur raten. Oder ob es ok gewesen wäre, wenn es nicht angefangen hätte zu regnen. Man weiß es nicht. Wir trainieren jetzt wohl mal etwas an unserer Ausdauer, das hat man wohl davon wenn man ein Frauchen hat, was Ganztagsseminare selber nicht mag und sowas eher meidet :/ Unsere nächste Chance ist beim Grill Cup, ein inoffizieller Workingtest hier um die Ecke wo wir dass dann wieder üben können, bevor wir den nächsten offiziellen in Angriff nehmen.

Sonntag, 1. Juni 2014

Dummyferien mit Babys

Über das lange Wochenende sind Kappa und ich in die Ferien gefahren! Wir haben uns am Donnerstag auf die weite Reise nach Hannover gemacht und dort das lange Wochenende mit Sara und Linna, sowie Iouna, Chili und Timy verbracht. Klar das vor allem eins auf dem Programm stand: Dummy Dummy Dummy!

Am Freitag stand zunächst einmal Geländeauswahl auf dem Programm und nach ungefähr einer Stunde in der wir "gleich da" waren, haben wir uns auf diese Weggabelung festgelegt, in unmittelbarer Nähe eines Sees:

Ich nenne sie an dieser Stelle mal Weg 1, Weg 2 und Weg 3.

Angefangen haben wir auf Weg 2, eine einfache Markierung in den Graben, Abstand vielleicht 40 Meter. Kappa markierte nicht wirklich toll. Auch auf Weg 1 und 3 war die Leistung bescheiden, wobei sie auf Weg 3 auch noch ständig in den Wald schnuppern ging. Als sie auf Weg 1 auch einfach IRGENDWAS gemacht hat, gabs dann mal einen gepflegten Einlauf, danach konnte der Hund dann doch ganz gut markieren, aber ich war nicht sehr zufrieden mit ihr. AUSSER, das muss man ja sagen. Sie war still. Zu Anfang hat sie 1,2 Mal gepiepst, da hab ich ihr sofort den Kurzführer umgemacht den die gute Linna uns mitgebracht hat und dann war sie still.
Zur Entspannung ging es dann noch zum See schwimmen:

Am Freitag sind wir im gleichen Gelände geblieben und Kappa hat nun besser gearbeitet, aber war nun sehr langsam und ich musste sie viel motivieren damit sie nicht so geknickt ist. Die ersten Markierungen hat sie aber schön gearbeitet, dann ließ es wieder ziemlich nach. Klasse: Den Kurzführer haben wir nicht gebraucht!

Anschließend sind wir ans Wasser gewechselt, hier war Kappa nun wieder die alte. Ich habe sie zunächst eine kurze Distanz über das Wasser auf ein Ufer eingewiesen, wo sie erst noch ein wenig irritiert war, da sie das noch nicht kennt. Hat dann aber gut geklappt. Auch am Ufer entlang ging gut. Marks ja sowieso. Auch als ich zwei Dummys ins Wasser geworfen habe, dann erst Kappa holte und ein drittes Mark an die Stelle warf und sie noch zweimal auf die Stelle eingewiesen habe, hat sie mit Feuereifer gearbeitet. Und: Sie war auch ziemlich still! Am Anfang noch zweimal gepiepst, dann gab es wieder den Kurzführer um und sie war still, auch Fußarbeit etc. war kein Problem. Sehr schön.

Am Abend dann beim Absuchen nach Zecken im Garten drücke ich etwas an einer Zitze rum weil ich dachte da hat sich so ne Minizecke festgesetzt, da kommt Milch aus ihrer Zitze oO Kurz nachgerechnet. Ups, Läufigkeit ist 8 Wochen her, Kappa "hat Babys". Deswegen war mein Hund also halbherzig dabei und langsam! Irgendwie dann doch beruhigend, wenn man hinterher eine Erklärung bekommt. Am Wasser hat sie ja gezeigt, was sie eigentlich kann, Wasser scheint eine gute Ablenkung davon zu sein, dass man ja eigentlich Babys hat ;). Wir haben dann noch zum Abschluss ein kleines Fotoshooting im Garten gemacht, schließlich muss Iouna ja auch auf die Fotos:

Es war ein tolles Wochenende! Das nächste Mal bringen wir aber hoffentlich keine "Scheinbabys" mit! :)