Sonntag, 11. Januar 2015

Zwischenstand

Jaaaa Kappa und ich trainieren weiter! Heute mal wieder mit Annette. Als erstes werden in 50m Distanz Dummys über den Graben geworfen, was Kappa sieht. Annette wirft eine Verleitung und ich schicke Kappa mit Back. Das hat sie jetzt schon schön verstanden. Beim zweiten Mal darf sie nicht zugucken und die Linie wird schräg und 60m lang, wieder mit Verleitung. Ich muss ein zweites Mal ansetzen, aber dann flutscht es.

Eine zweite neue Stelle, aber für Kappa durchaus von anderen Trainings bekannt. Kappa darf nicht zuschauen. Da es eine 130m schräge Linie ist will ich lieber eine Verleitung werfen und sie dann schicken. Sie ist wieder verwirrt und läuft irgendwo hin, beim zweiten Mal funktioniert es dann aber. Die grade Linie will ich dann aber mit Back schicken und das macht sie super, Distanz 150m.

Wir wollen weiter gehen als einer Trainingspartnerin auffällt, dass sie ihr Dummy gar nicht geholt hat. Da die anderen Hunde nicht weit genug sind, muss Kappa also ran, 160m Blind auf bekannte Fallstelle, Gestrüpp und Graben dazwischen. Kappa läuft zweimal gradeaus und biegt an absurden Stellen ab, das dritte Mal pusche ich sie ordentlich und sie läuft prima bis nach hinten durch. :D

Als nächtes legen wir Dummys in einem Suchengebiet aus, Kappa und ich müssen aber auf einen Berg rauf und die arme Kappa muss für jedes der drei Dummys eine Steilwand hoch und wieder runter. Das erste noch so, die anderen beiden mit Verleitung vorher. Beim Dritten konnte sie nicht mehr, weder die Suche, noch die Verleitung, wir haben ihr dann geholfen. Das schöne war, dass ich sie im Suchengebiet gestoppt habe, Annette stellte sich unauffällig zum Dummy und machte brrrrt und ich schickte Kappa back, die wie eine Schnur zurücklief und auch gleich fand.

Zum Abschluss haben wir noch eine normale 60/70m Distanz auf ein Memory Back geschickt, Verleitung davor und auf dem Rückweg, ein Klacks für Kappi. Dann hatte sie sich ihren Feierabend auch wirklich verdient.

Ich möchte noch weiter unser Handling verbessern. Der Stoppfiff wird häufig erst beim dritten Mal ausgeführt und umso weiter sie von mir weg sitzt, umso schlechter nimmt sie das Back an und läuft eher zu den Seiten weg. Ich muss unbedingt das Heranrufen/stoppen/weiter Heranrufen/Stoppen mal außerhalb des Dummys üben. Wenn sie nicht weiß wo sie hinsoll, neigt sie weiterhin dazu einfach irgendwas zu machen und nimmt erst beim 3. oder 4. Mal meine Hilfestellung an. Das kenne ich aber von ihr und das wird besser werden umso sicherer sie wird. Wie mit den Verleitungen zu Anfang, da hat es am Anfang auch 3/4 Versuche gebraucht, dann hat es geklappt. Wir bleiben weiter am Ball!

Freitag, 2. Januar 2015

Happy New Year!!!

Ich war schon wieder schreibfaul, aber nicht trainingsfaul! So! Das Wochenende vor Heiligabend sind wir zu Freunden nach Braunschweig gefahren zum Geburtstagfeiern. Kappa habe ich mitgenommen, da ich am nächsten Morgen mich mit Sara und Chili zum Training verabredet war. Also hat Kappa den Abend mit 30 Leuten verbracht und hat es recht genossen im Mittelpunkt zu stehen:

Mit Sara und Chili sind wir auf eine Pferdeweide gegangen und haben dort ein wenig Voran und kleine Suche trainiert. Kappa hat wieder mit Verleitungen gearbeitet und durfte nicht mitkommen zum Auslegen. Die Entfernungen waren recht human und Kappa hat mit kleinen Aussetzern gut gearbeitet.

Zu Weihnachten haben Sara, Linna und ich uns wieder gegenseitig bewichtelt und von Linna haben wir dieses Jahr ein Pfeifenband und ein schönes Bild bekommen:

Nach den Feiertagen stand ein gemeinsames Training mit Annette an, diesmal erst auf einer bekannten Wiese, dann ging es auf eine neue Wiese mit Schräglage. Kappa hatte hier wieder leichte Probleme mit dem Stopppfiff, da war ich nicht so zufrieden mit, aber sonst hat sie schön gearbeitet. Die Distanzen waren sehr weit teilweise, aber ohne Verleitungen.

Das Pony haben wir natürlich auch besucht:

Und Kappa wurde gequält

Sylvester verlief problemlos. Um Mitternacht sind wir zum Knallern rausgegangen, Licht an, Vorhänge zu und Musik an hat die beiden das nicht gestört (Zuki ja sowieso nicht), aber auch vorher und hinterher haben Raketen und Böller sie nicht gestört.

Heute war es dann Zeit für ein Neujahrs-Training! Sara hat sich auf den weiten Weg zu uns gemacht und wir haben die Hunde weiter mit Einweisearbeit gequält. Kappa hatte es erst relativ einfach, einfach nur Vorans von verschiedenen Punkten holen, dann durfte sie nicht mitkommen beim Auslegen, auch noch ziemlich einfach. Dann mit Verleitungen, auch noch ziemlich einfach (außer beim ersten). Dann wollte ich es aber wissen. Ein laaanges Voran, was ich ohne sie ausgelegt habe und auch für sie nicht sichtig, vorher eine Verleitung und dann los. Hat sie toll gemacht, bis auf das kurze Nachfragen ob sie jetzt wirklich nicht die Verleitung holen soll. Das Dummy liegt hinten auf dem Hügel den man sehen kann, den Hund sieht man ja leider nicht den Hang absuchen.

Auf dem Weg dorthin hatte ich bei einem Baumstamm zwei Blinds ausgelegt. Wir haben eine Verleitung geworfen (jetzt im Nachhinein war das vielleicht ein bisschen too much) und Kappa wollte partout nicht zum Dummy sondern fing sofort an seitswärts rumzusuchen, aber das will ich ja nicht. Sie nahm auch kein Back an. Also das ganze nochmal aufgebaut, Sara ist hingegangen, hat für Kappa nochmal in die Hänge geklatscht und ich konnte sie dann ganz nett mit einem Back nach hinten schicken.

In der Sandkuhle habe ich sie dann noch ein paar Mal in der Kuhle absetzen lassen und eine Verleitung nach vorne links geworfen und sie mit Back nach hinten durch die Kuhle geschickt. Das lief auch so na ja. Ich muss das unbedingt unbedingt unbedingt üben, Back sitzt gar nicht.

Zum Abschluss waren unsere beiden Rennmäuse dann doch ganz schön geschafft :)

Montag, 15. Dezember 2014

Happy Holidays!

Nein, wir sind noch nicht im Weihnachtsmodus. Seit dem letzten hier berichteten Training waren Kappa und ich weiter jedes Wochenende fleißig und haben weiter Einweisen und Verleitungen trainiert. Dabei können wir schon großartige Erfolge vorweisen, wir müssen das jetzt nur noch auf weite Entfernungen ausbauen. Auf kurze Distanzen nimmt sie alle Kommandos sofort an, ab einer gewissen Distanz wird es schwierig wenn sie unsicher wird, sie dann mit Back weiter nach hinten zu schicken.

Zu Einstimmung haben wir an drei Stellen Dummys ausgelegt und dann nacheinander geschickt, Kappa bekommt immer eine Verleitung dazu. Das klappt jetzt schon sehr gut, nicht immer 100%ig zuverlässig, aber tausendmal besser schon. Die Distanzen betrugen laut Google Maps 40m. Das erste hat Kappa astrein gemacht, Verleitung ignoriert, grade durch zum Dummy und dann sauber die Verleitung geholt. Beim zweiten ist sie doch zur Verleitung, ich hab sie genau vor der Verleitung gestoppt, sie hätte quasi nur noch den Kopf senken müssen. Ich hab also ein wenig spät reagiert. Dann war ich noch etwas dusselig und habe sie nicht erstmal da Weggerufen, sondern sie Back geschickt. Da hat sie natürlich gepickt, aber letztendlich war es nicht schlimm und für sie eine gute Belohnung für das wahnsinnig tolle Abstoppen obwohl schon am Dummy. Zum Schluss war Annette so gemein und hat gleich zwei Dummys auf einmal geworfen als Kappa auf dem Rückweg war. Kappa spuckt das Dummy aus und rennt zu den Dummys und ich brülle "EYYYY!!!" Sie stoppt, auf halbe Strecke zwischen ihren fallen gelassenen und den Verleitungen und ich zeige nach links, denn links von ihr lag das Dummy was sie ausgespuckt hat und sage "APPORT!" und sie nimmt es wieder auf und kommt zurück. Das war eigentlich richtig super.

Soweit unser Warmup, dann haben wir auf einer Strecke von 170 Metern alle paar Meter ein Dummy ausgelegt, bis es 10 Stück waren und dann die Hunde abwechselnd geschickt, inklusive Geländeübergänge. Kappa ist 5mal ohne zu zögern raus, hat glaube ich beim ersten oder zweiten Dummy sich kurz an der ersten Fallstelle festgesaugt und ist dann aber selbstständig weiter nach hinten und ist selbst beim letzten Dummy die 170 Meter bis nach hinten durch, in das Gebüsch in dem die letzten beiden lagen, gesucht und gepickt und wieder zurück. Ich konnte auch die ganze Zeit nicht wirklich helfen, denn auf so eine weite Entfernung kann ich ja auch nix sehen.

Anschließend haben wir ein bisschen kleine Suche vor zwei Markierungen geübt, kein Problem für Kappa. Zum Schluss haben wir wieder ein 110m Voran gradeaus, ein 130 Meter schräg links und ein 90m nach links. Ich habe nach vorn angefangen, dachte das wäre am einfachsten. Kappa wollte schräg durch die Mitte, vermutlich weil ich letztes Mal wollte, dass sie das zuerst holt. Da wäre dann wieder manchmal sehr festgefahrenes Denken. Es war soweit kein Problem sie nach rechts rüberzubringen, aber dort hat sie sich an einer Stelle festgesaugt und ich habe eben auf 80m Entfernung dann doch Probleme sie Back zu schicken, aber irgendwann machte es klickklickklick als ich sie einfach mal einen Moment länger hab sitzen lassen, und dann hatte sie es geschnallt.
Das lange Dummy bin ich etwas dichter rangegangen, da sie zuerst irgendwie verwirrt war, aber auf 80m ging es dann problemlos. Das kurze sowieso ohne Probleme und dann haben wir Feierabend gemacht.

Manchmal hapert es mit der Richtungsannahme also noch, wenn Kappa wieder irgendein Schema F im Kopf hat. Generell hat sie nun aber gut geschnallt, dass sie Marks ingnorieren muss, bis ich es ihr sage. Sie hört sehr viel besser auf den Stopppfiff und dass sie mit einem Back auf 80m Entfernung noch Probleme hat, das ist jetzt nicht unbedingt ein krasses Problem.

Generell haben es die armen im Dezember nicht leicht, denn Frauchen hatte sehr viel Arbeit und auch wenn ich vieles davon von Zuhause aus mache, herrscht eher Langeweile vor.

Nur selten schaffen wir es das Pony zu besuchen und einen Ausflug zu machen, aber dann schnarcht man wenigstens zufrieden:

Vor lauter schlechtem Gewissen gab es ein neues Spielzeug, was die beiden schon weitestgehend zerstört haben

Von unserer Junghundegruppe des DRC gab es zu Weihnachten auch ein kleines Präsent, eine Farmland Decke die tatsächlich total begeistert angenommen wurde.

Und obwohl wir auf den Schnee noch vergeblich warten:

Wünschen wir trotzdem schonmal Frohe Weihnachten :)

Sonntag, 23. November 2014

Mal wieder Training

Heute war mal wieder Training angesagt. Antje mit Collin und Kappa und ich haben Lüneburg vertreten, außerdem hatten wir noch 6 Teilnehmer aus Eckernförde dabei. Ich war diesmal so schlau mal Fotos vom Gelände zu machen! Zunächst sind wir einmal um unseren Starthügel in der Mitte heraus außen rum gelaufen und haben Memories ausgelegt. Von der Mitte aus waren es dann unterschiedliche Distanzen von 20-50 Metern ungefähr. Wie gesagt, ich kann nach wie vor nicht schätzen.

Einmal lagen Dummys hinter diesem Baumstamm:

An dieser Steilwand (ja in echt viel Steiler!)

Leider unscharf, aber die Tanne und den hellen Busch daneben kann man ja erkennen! Da lagen die Dummys.

und der Rhododendron (keine Ahnung wie man das schreibt)

hier sieht man leider gar keinen Anhaltspunkt, ganz hinten, war das weiteste Memory.

Kappa hat alles richtig toll gemacht. Sie hat meine Richtungsanweisungen jedesmal angenommen und sich auf das fokussiert was ich ihr angezeigt habe und ist dann auch in die Richtung gelaufen. Ich erinnere mich nicht einmal gehandelt zu haben.

Bei der nächsten Aufgabe habe ich dann vergessen Fotos zu machen, aber im Prinzip standen wir auf dem Hügel von Foto zwei und Dummys lagen dort wo wir zuvor gestanden haben. Wir haben im 2er Team gearbeitet. Als erstes flog ein Dummy in den Graben. Fallstelle nicht sichtbar. Leider hatte Annette ein rotes Dummy geworfen und dann auch so, dass Kappa es nicht sah und auch keinen Wind bekam. Sie flitzte also nach rechts den Weg hinunter wo wir unterwegs noch Dummys drapiert hatten und ich die den Hund nicht sah, merkte davon natürlich nichts. Also wollte ich sie auf das rote Dummy schicken, das erforderte zwar Handeln, da für Kappa nun quasi ein Blind, aber sie hat super mit mir zusammen gearbeitet, das war klasse. Schwierig war es nur dadurch, dass es ganz kurze Distanzen waren und Kappa immer so schnell ist XD. Aber sie hat geguckt, umgesetzt, gestoppt etc. und dann natürlich auch gefunden. Ich musste nicht schimpfen oder deutlich werden. Außer ich möchte unbedingt, dass sie beim Stoppen sitzt, das mag sie irgendwie nicht so, da muss man dann doch deutlich werden. Aber solange sie Kontakt aufnimmt, ist das ja nicht so schlimm. Danach durch den Graben auf den anderen Hügel. Kappa läuft zu unserem alten Dummy. Ich schicke sie mit der richtigen Hand back und sie setzt alles sofort um. Da macht das Handeln richtig Spaß.

Als nächstes wollten wir ein richtig schön langes beschossenes Blind trainieren. Allerdings funktioniert die Waffe nicht, also hat Annette den Entenlocker genommen. Kappa ging gut raus, war dann kurz verunsichert und verließ die Line, hielt dann inne und guckte zurück, ich gab ihr ein Vorankommando und sie lief weiter, den Hügel rauf und hat gefunden. Das war super. Ich habe ein Video von Collin gemacht, aber man kann ihn dann leider auch nicht mehr sehen, aber immerhin.

Dann wurden nochmal Dummys vergraben, wir sind runter zu einer Wiese, haben ein Treiben veranstaltet, aber dann erstmal die vergrabenen Dummys und die ganz alten Dummys geholt. Statt falsch zu laufen, blieb Kappa stehen und sah mich fragend an, dann bin ich näher ran gegangen, da ich erstmal weiter Abstände probiert habe, zumindet bei dem einen Memory. Das zweite ging auch so problemlos. Das Standtreiben wurde dann als Suche aus der Line gearbeitet.

Für die letzte Aufgabe ging es durch eine Sandkuhle.

Als erstes fliegt ein Mark links in die Tannen, dann soll Kappa aber gradeaus an den Tannen vorbei, hinter der Baumreihe links liegen Dummys. Also sehr enger Winkel. Kappa läuft natürlich zum Wäldchen, ich stoppe sie und schicke sie Back, da läuft sie erst gradeaus zurück, aber dann doch wieder den schlenker in den Wald. Also hole ich sie etwas raus und schicke sie nach rechts. Kappa läuft zwar nicht nach rechts, hat nun aber verstanden und läuft am Wald vorbei nach hinten und holt das richtige Dummy. Dann das Mark.

Verleitungen sind also weiterhin schwierig, aber sie hört jetzt wenigstens zu und lässt sich aufs richtige Dummy schicken. Bei mehreren Memories war sie heute sehr sicher, hat immer gehört wenn ich ihr gesagt habe "Das nicht" und sich stattdessen auf das was ich ihr angezeigt habe schicken lassen. Wenn wir weiter üben, kann sie das bestimmt bald richtig gut. :)

Sonntag, 16. November 2014

Winter is coming

Brace yourself! Nein, wir haben uns seit dem letzten Workingtest nicht auf die faule Haut gelegt! Wir haben ziemlich viel gechillt, zugegeben.

Wir haben aber auch Sport gemacht!

Mit Kappa trainiert habe ich zwischendurch auch. Zunächst immer vor der Junghundegruppe habe ich Blinds mit Frühstückstüten beschossen, Marks geworfen und dann auf das Blind geschickt. Das war fast gar kein Problem, außer wenn ich sie gradeaus zwischen zwei Stellen durchschicken will, das macht sie nach wie vor nicht so toll.
Heute war dann wieder Training bei Annette. Memories im Wald. Eins durch einen Graben an einem Haufen Totholz, eins schräg durch den Graben zu einer abgestorbenen Tanne, eins gradeaus hinter einem Holzstapel. Entfernungen so 30-40m. Wir hatten als erstes das Dummy in der Mitte. Die anderen beiden waren ja nun keine Marks, trotzdem wollte Kappa immer entweder nach links oder nach rechts. Ich bin wirklich ein bisschen ratlos wieso sie solche Probleme mit der Mitte hat. Ist ihr das einfach noch so neu, dass da drei in einer Reihe liegen? Ich weiß es nicht. Ich musste in den Graben gehen und sie von da schicken, dann ging es. Dann nochmal von hinten, kein Problem. Das Dummy aus dem Totholzstapel rechts war kein Problem und das Dummy links hinter den Hölzern auch nicht. Zweite Runde mit Verleitungen. Kappa wieder aus der Mitte, ich bin recht sicher dass das kein Problem ist, weil sie ja schon da war, aber erst will sie zur Verleitung und dann als ich sage Nein, will sie immer links zum Dummy hinter dem Holzstapel. Ich muss diesmal immerhin nicht in den Graben gehen, an den Grabenrand reicht auch aber naja. Auch beim Dummy rechts mit Verleitung will sie erst zu Verleitung und ich muss sie neu schicken. Mal sehen wie lange das noch dauert, bis sie das verstanden hat.
Beim letzten wurde dann ein Dummy vorne rein geworfen und dann über die alte Fallstelle rüber. Ich musste sie händeln und sie hat erst das zweite Back angenommen, dann war es okay. Geländewechsel.

Nun sind wir in einem anderen Waldstück mit vielen Wassergräben. Als erstes arbeiten wir mit kurzen Distanzen von 20 Metern. Dummys in Brennesseln und auf einer Weide, vorher muss direkt vorne im Laub ein Suchendummy gesucht werden. Kappa schießt nicht kopflos los sondern weiß sofort was Sache ist und startet mit tiefer Nase in die Suche. Dann auch die hinteren Dummys sind kein Problem.
Dann weiter ins Gelände rein. Wir haben links tief im Wald Dummys, ca 60m, zu überwinden ist ein Graben. Dann ein paar Dummys auf einer Insel ca. 50m, zwei Wassergräben dazwischen und noch ein Dummy hinten rechts auf der Wiese, ein Wassergraben dazwischen. Die Hunde sind wenig zu sehen. Kappa läuft zielsicher zur Insel, pickt und bringt. Prima. Links hat sie erst einige Schwierigkeiten, ist zunächst nicht tief genug im Gelände aber hört auf alle Pfiffe sehr gut und lässt sich schön nach hinten händeln, pickt und bringt. Beim letzten Dummy läuft sie erst nach links und findet da auch noch, weil Enya solange nicht findet obwohl sie sucht und sucht, das Annette ihr eines hinwirft damit sie zum Erfolg kommt, findet es auf die Schnelle auch nicht. Kappa findet es irgendwie sofort, wenigstens mussten wir es nicht lange suchen. Dann zur Wiese lässt sie sich das zweite Mal schön schicken und arbeitet auch da sehr gut. Also hatten wir einen schönen Abschluss.

Wir müssen weiter weiter weiter mit Verleitungen arbeiten. Irgendwie war es aber auch gut, heute hat Kappa sich im Training mal so gezeigt wie auf Prüfungen. Häufig habe ich es das sie im Training perfektes Lining hat und sich überall hinschicken lässt und auf nem WT geht die kaum gradeaus. Ihr Stopppfiff wird besser, ich versuche nicht mehr so energisch zu pfeifen, sondern lasse ihn hinten sanft ausklingen, darauf reagiert sie irgendwie besser. Das Back funktioniert nicht so gut, sie geht oft zur Seite weg und nimmt die Tiefe nicht an, auch daran muss ich weiter knobeln, vor allem auf lange Distanzen. Sie zu einer Seite rüber schicken geht aber meist ganz gut. Kommpfiff klappt besser, aber noch nicht perfekt. Nächstes Wochenende haben wir ein langes Training bei Annette, am Wochenende darauf haben wir Training bei Thomas Leybold. Wir bleiben dran!

Samstag, 25. Oktober 2014

F-F-F-Fortgeschritten!

Heute hatten Kappa und ich unsere Premiere in der F! Natürlich nicht offiziell, wir sind ja nicht bekloppt! XD Also Kappa schon, aber ich nicht! ;)

Es ging sehr ungewohnt los, ich musste nämlich erst um viertel nach elf los, denn die F startete offiziell um 12.30 mit der Anmeldung und ich fahre nur eine Stunde nach Groß Oesingen, zum Revier von Thomas Leybold. Da die A noch nicht fertig war, gab es eine Stunde Verzögerung für uns. Wir waren nur 7 Starter in der F und 6 Starter in der O. Wir F Starter sind als erstes zu Dirk Radtke für die ersten 3 Aufgaben. Ich hatte Startnummer 3, das war nett. Die erste Aufgabe hat direkt unsere Schwachstelle aufgedeckt. Ein Wassermark ziemlich weit vom Ufer weg, Fallstelle nicht sichtig (aber natürlich zu hören). Dann nach links 90 Grad Drehung und ein beschossenes Blind. Kappa fiept beim Drehen. Dann lässt sich Kappa zwar immer wieder in den richtigen Bereich händeln, aber auf den Suchenpfiff wird sie direkt wieder extrem weiträumig und will auch immer wieder runter zum Wassermark. Es wird auch nochmal für sie beschossen aber es wird darauf nicht besser. Das bringt also wenig und nach ein paar Minuten breche ich ab. Dann wollen wir Kappa noch das Wassermark arbeiten lassen, da hat sie das nun plötzlich nicht mehr auf dem Plan. Also gehen wir runter zum Ufer und sie arbeitet es von da. Wir bekommen einen kleinen Motivationspunkt ;). Ich habe ehrlich den Eindruck, dass ein Schuss ohne Mark Kappa überhaupt nichts sagt. Als das Blind ein weiteres Mal beschossen wurde, hat sie das nicht dazu veranlasst sich stärker auf diesen Punkt zu konzentrieren. Was aber nicht verwunderlich ist, denn sie kennt Schüsse nur mit Marks, denn sie kennt Schüsse nur von Workingtests und aus der A halt nur von Marks. Ich werde mal versuchen das mit Brötchentüten aufzubauen. Außerdem gab Dirk mir den Rat, meinen Hund in Zukunft erst zu Stoppen, bevor ich ihr den Suchenpfiff gebe, denn für alles andere ist sie einfach zu schnell. Das finde ich gar nicht so verkehrt, denn da genau liegt ja unser Problem.

Danach gingen wir ein Stück weiter. Nun eine 2er Aufgabe. Zunächst stehe ich rechts vom Richter, links fliegt ein Mark, gradeaus wird wieder ein Blind beschossen. Kappa arbeitet das Mark, Hund 2 das Blind. Ich nutze die Situation dass es ein Trainingsworkingtest ist und lege Kappa ab, streichel sie auch mal, weil Partnerarbeit ja doch ziemlich stressig für Kappa ist. So ist Kappa ganz steady. Dann Tauschen wir die Positionen und der Richter ändert die Aufgabe entsprechend Kappas Neigung um: Das Mark fliegt, das Blind wird beschossen und Kappa soll das Blind arbeiten, bevor der andere Hund das Mark holen darf. Ich muss sagen das ging schon deutlich besser. Ich habe sie zwar ein zweites Mal angesetzt weil sie beim ersten Mal doch nach links driftete, aber dann hatte sie verstanden und ging nicht mehr links rüber. Fortschritt! Hier bekommen wir zweimal 7 Punkte, also 14. Einmal weil Kappa beim Mark relativ lange gesucht hat weil sie ziemlich rumflitzte. Dann natürlich einmal Punktabzüge weil es nicht gleich beim ersten Mal geklappt hat mit dem Voran aufs Blind. Aber wie gesagt, diese Baustelle kenne ich und wusste schon vorher, dass das ihre Schwäche ist.

Die dritte Aufgabe ist ein 2er Walk Up bei dem Dummys direkt vor unsere Nase geworfen werden, durch die wir dann auch durchgehen. Kein Problem. Dann Voran ins Suchengebiet, Kappa geht keine grade Linie sondern etwas gebogen aber pfff. Als nächstes fliegt rechts ein Mark, direkt zwischen Schuss und Dummy brüllt jemand hinter uns und Kappa guckt dorthin. Ich sage "oje" und der Richter hebt bereits wieder seinen Block und ruft "NOCHMAL!", denn er hat auch gesehen das Kappa nicht markiert hat. Nun markiert Kappa und holt das Dummy prima. Für das Voran gibt es 9 Punkte, für das Mark 10. Leider nehme ich Kappa einmal etwas ruppig zurück aus der Line, lustigerweise um zu vermeiden dass sie fiept, dabei fiept sie XD Dafür zieht er mir nochmal 2 Punkte ab. War ein bisschen blöd von mir XD

Die nächsten drei Aufgaben starten wir bei Alf Schulz. Als erstes ein Doppelmark in der Linie hintereinander. Kappa guckt aufs Wasser, und ich mache sie aufmerksam wohin sie gucken soll, aber ich glaub das erste Mark hat sie nicht richtig mitgeschnitten. Das zweite dann aber, läuft los, kriegt das 1. in die Nase und pickt es. Prima. Dann könnte ich sie natürlich direkt einweisen, aber ehrlich gesagt finde ich mein Hund könnte auch manchmal etwas aufmerksamer sein, also schicke ich sie mit apport und Kappa läuft so los und denkt dann "öh?" Ich schicke sie back und sie läuft sogar zu weit nach hinten, dann haben wir wieder das Problem mit dem Suchenpfiff und sie kommt zuweit vor. Ich schaffe es sie wieder zurück zu handeln und sie findet und pickt. 15 Punkte.

Dann gibt es einen 3er Walk Up für uns. Hardcore für Kappa. Es fliegt vorne ein Mark, wir gehen weiter, dann "BEHIND!" wir drehen uns um und ein weiteres Mark fliegt, was von Hund 1 gearbeitet wird. Wieder Umdrehen, Memory wird von Hund 2 gearbeitet. Dann das gleiche nochmal, insgesamt 3 Mal, bis alle Hunde alles gearbeitet haben, wir waren Hund 3. Ich muss sagen für diese Herausforderung war Kappa ok. Sie hat ein bisschen gepienst, aber hat sich auch das ein oder andere Mal ruhig gedreht. Ich hätte die Gelegenheit nutzen sollen und friedliches Umdrehen mit Leckerchen belohnen sollen, aber es geht immer alles so schnell und man muss so aufpassen, das krieg ich nicht hin XD. Fußarbeit und Arbeit war gut. 20 Punkte.

Unsere letzte Aufgabe war dann nochmal richtig cool, wieder eine 2er Aufgabe. Ein Treiben findet statt, Kappa steady wie ein Stein. Dann wird Hund 1, in diesem Fall Kappa, in die Suche geschickt, und Hund 2 direkt hinterher, also sind zwei Hunde gleichzeitig im Suchengebiet. Jeder Hund soll 3 Dummys rausholen, Kappa macht das superklasse und findet alle drei Dummys schnell. 20 Punkte!

Der Workingtest hat viel Spaß gemacht und die Richter waren super. Ich war ja nun schon bei einigen Trainingsworkingtests, aber das war der erste, wo die Richter wollten dass die Hunde wirklich was lernen und wo man nicht aus der Aufgabe entlassen war, bis der Hund sein Erfolgserlebnis hatte. Häufig unterscheiden sie sich von der Atmosphäre gar nicht, es ist keine Zeit da um nochmal was zu wiederholen o.ä. und die Richter sind genervt wenn es nicht so klappt, das war hier nicht so! Dirk Radtke und Alf Schulz haben für eine super Atmosphäre gesorgt und einen tollen Job gemacht. Das Gelände ist wirklich einmalig. Definitiv einen Besuch wert!

Wir wissen jetzt was wir über den Winter trainieren müssen, beschossene Blinds! ;) Am Ende haben wir 87 von 120 möglichen Punkten und damit ein "Gut"!

Samstag, 18. Oktober 2014

OYE OYE OYE

So nach der Läufigkeit entwickelt sich Kappas Gehorsam in die zu erwartende Richtung und man fragt sich, wieso wir beim Dummy über alles diskutieren müssen. Da wir nächstes Wochenende unsere Generalprobe beim Inoffiziellen Trainingsworkingtest in Wolfsburg haben - in der F - habe ich heute nochmal mit Annette trainiert. Und zwar unsere Stärken: Im Suchengebiet halten und sich genau einweisen lassen, auch wenn da rechts und links Marks geflogen sind. Wir haben da schon echt viel diskutiert und ich hab so manches mal gedacht: HÖR AUF ES BESSER ZU WISSEN UND SUCH DA JETZT! mannomann XD Aber von vorn.

Es begann eigentlich recht simpel. Kurzes Voran mit über den Graben, dann mittellang mit Verleitung. 1. Diskussion, denn Kappa geht natürlich nicht grade voran sondern nach links, lässt sich aber gut stoppen. Dann okay. Dann liegt vor dem Graben ein Dummy, heißt ich muss sie abstoppen bevor sie über den Graben geht und das andere Dummy holt. Sie lässt sich zwar stoppen, aber dann bei der Suche, geht sie dann doch über den Graben und holt ein Dummy was da noch liegt. Zweiter Versuch wird ein Akt. Immer nur will sie über den Graben, kommt einfach zur mir zurückgelaufen wenn ich Suchenpfiff gebe, ich muss sie da wirklich absetzen und Suchenpfiff geben, das die endlich mal anfängt GENAU DA zu suchen. Dann findet sie. Offensichtlich inaktivieren Hormone Gehirnzellen vorübergehend!

Weiter gehts, wir haben ein Dummy dort liegen lassen, ein weiteres fliegt ganz auf die rechte Seite, denke so 90 GRad Winkel. Zum Schluss werfen wir eines in die Mitte. Ich nehme das ganz links als erstes, denn das ist ja Kappas Vertrauenspunkt. Ich schätze ich muss sie ca. 25823673 Mal neu ansetzen, bis sie endlich grade durchläuft und das Dummy holt und nicht ständig nach rechts abbiegt zu dem Dummy was in der Mitte liegt. *atme* Dann rechts macht sie gut und auch zum Schluss die Mitte.

Irgendwie muss der Hund die kleine Suche wiederholen, also legen wir Dummys in ein Gestrüpp und werfen immer Verleitungen nach rechts und links im 45 Grad Winkel und Kappa muss gradeaus durch. Das klappt nach anfänglichen 3826763192823782 Korrekturen dann gut. Grade laufen ist halt auch so ne Sache.

Nach diesem Spaß geht es nach hinten zu einer Baumgruppe wo wir Dummys reinlegen, dann zurück gehen. Auf dem Rückweg lässt Annette ein Dummy bei einem Baum fallen, heißt ich muss wieder stoppen und sie dazu bringen dort zu suchen. Hat Spaß gemacht. Kappa sucht immer so rum und dann denkt sie: "Ach da hinten liegt doch eines" obwohl ich schon tausendmal gesagt habe DAS NICHT und ich muss sie wieder zurückpfeifen und das passiert 3mal. Geduld ist gefragt. Dann saugt sie sich an einer Stelle zu weit vorn fest, keine Ahnung was das soll. Irgendwann schaltet sich das Gehirn kurz ein und sie findet das Dummy, Gott sei Dank. Was sie heute gut macht ist über alte Fallstellen arbeiten, das ist kein Problem.

Zum Schluss gehen wir an einen See. Es folgt ein einfach Wasserapport mit Wegdrehen vorher, das geht eigentlich richtig gut. Dann lasse ich ein Dummy fallen und wir gehen auf die andere Seite des Sees, ich schicke Kappa voran. 0 Problem. Ich werfe ein Dummy ins Wasser, wir drehen uns weg, ich werfe ein Dummy in den Wald. Umdrehen, Apport, alles gut. Wieder Dummy ins Wasser, wegdrehen, jetzt das Dummy aus dem Wald, dann Wasserapport. Auch nichts zu meckern! Als nächstes lasse ich dort am Ufer ca. 5 Meter auseinander zwei Dummys im Schilf am Ufer und wir gehen wieder auf die andere Seite. Ich schicke Kappa voran, sie hat nicht unbedingt ein Grades Lining, aber das ist okay beim Schwimmen soweit erstmal. Sie kommt drüben an, läuft auch zielsicher zum einen Dummy, pickt und bringt. Dann schicke ich sie wieder rüber und sie kommt auch an die richtige Stelle, aber läuft trotz meines Suchenpfiffs immer wieder zurück zur 1. Fundstelle oder zu der Stelle im Wald wo ein Dummy lag. Dann kommt sie einfach zurück. Ich kann sie noch 2 mal glaube ich rüberhändeln, was ja toll ist, aber die Ratte hört mir auf der anderen Seite einfach nicht zu und dann geht sie nicht mehr rüber :(. Also lasse ich sie da am Ufer, gehe zum Dummy, klatsche und rufe sie dann. Kappa schwimmt zu mir, ich trete etwas vom Ufer weg und gebe ihr den Suchenpfiff. Sie findet es jetzt. Ich lege dort wieder eines hin, wir latschen wieder auf die andere Seite und ich schicke sie erneut, sie geht wieder raus, findet und kommt nun über Land zurück. Das ist okay, sie muss fix und fertig sein, aber ich konnte ja auch nicht mittendrinn aufhören. So haben wir denke ich einen schönen Abschluss gefunden.

Diese Woche werden wir uns wohl nochmal mit dem Suchenpfiff und dem Stopppfiff auseinander setzen, ich denke eine Wiederholung des Trainings vor der Newcomer Trophy ist eine gute Sache.