Donnerstag, 12. November 2015

Sitzung 1

Heute war Zuki das erste Mal bei ihrem Therapeuten der ihr in Sachen Stress-Menagement ein wenig weiterhelfen will. Oder eher uns. ;-)

Zuerst gab es natürlich ein Kennenlernen. Zuki und mir wurde Gott sei Dank bescheinigt, dass wir ein tolles Team sind und ich wurde für mein Timing gelobt. :-) Auch sei die Bindung von Zuki zu mir schön. Dann zum Abschluss haben wir eine erste Übung gemacht. Ich habe Zuki zu mir gerufen und sie "gehalten" in dem ich eine Hand auf ihre Brust und eine an ihre Seite gelegt habe und dann ganz ruhig gestreichelt/gekrault habe, ganz wenig. Wenn Zuki wegwollte, durfte sie weg. Das Witzige war, dass Zuki zwar immer mal wieder kurz loslief um was abzuchecken, aber dann ziemlich schnell wieder zu mir zurückkam um sich wieder "halten" zu lassen. Sie fand es offensichtlich angenehm und hat sich dann zum Schluss sogar einmal hingesetzt, von echter Entspannung ist sie natürlich noch weit entfernt, aber wir sollen es jetzt üben bis sie anfängt dabei runterzukommen. Daneben werden wir noch andere Entspannungssignale und Rituale trainieren, sowie die Leinenführigkeit neu aufbauen. Zuki ist ja sowieso aufgeregt wenn es rausgeht, aber die Leine stresst sie dann noch zusätzlich, weil es damals leider für sie sehr stressig trainiert wurde was ihren Stress dann noch vergrößert, plus der Tatsache, dass sie in ihrer Bewegung eingeschränkt ist und so ist es für sie schwierig da alleine rauszukommen.

Na ja, wir üben jetzt erstmal Entspannen in Wald und Flur und schauen dann mal wie es weiter geht.

Mittwoch, 11. November 2015

Schnelles Update

Am Wochenende waren wir fleißig! Am Sonntag ging es los mit Obediencetraining für Bazooka und Kappa jetzt. Bei Kappa fummeln wir noch am Vorsitz, sie will immer gleich ins Fuß und hat noch Probleme beim grade sitzen, dafür ist ihre Fußarbeit ja 1a mit Sternchen. Da könnte Frau Bazooka sich eine Scheibe von abschneiden. Mit Bazooka haben wir versucht die Motivaton wieder ein wenig zu erhöhen ohne sie zu sehr hochzudrehen, dass sie prellt, denn in letzter Zeit ist sie immer so ein bisschen Fuß gegangen und hat dann was anderes gemacht. Also hab ich mir einen Ball unter den Arm geklemmt und den Fallen lassen als Belohnung. Das hat gut geklappt. Ich will außerdem anfangen mit einem externen Verstärker zu arbeiten was für Bazooka ganz schön kniffelig ist. Das der Ball da liegt reicht schon, dass sie sich nicht mehr konzentrieren kann. Aber wir arbeiten weiter dran.

Am Abend war ich bei einem Seminar zum Thema "Ausdrucksverhalten beim Hund" bei Dr. Jennifer Hirschfeld. Es war wirlich sehr interessant und na ja, wie vermutet ist Zuki viel gestresst, das wusste ich schon vorher. Aber auch bei Kappa kann ich jetzt leichter erkennen wann sie gestresst ist und kann das vor allem auch bei der Dummyarbeit anwenden und ihr eine Pause geben.

Am Sonntag waren wir dann wieder bei schönstem Wetter bei Michael zum Dummytraining und Kappa war wirklich gut drauf. Die erste Doppelmarkierung (mit Schuss) hatten wir noch ein Kommunikationsproblem, aber danach war alles gut und sie hat sehr schön gearbeitet. Auch das Einweisen war super, wir haben viel über alte Fallstellen gearbeitet, alles mit Schuss und über sehr weite Distanzen mit teilweise krassen Geländeübergängen. Auch ein Treiben war dabei. Es war für Kappa ein sehr gutes Training und ich war sehr zufrieden mit ihr. Michael sagte, dass sie definitv in die F gehört, nur manchmal noch etwas Erfahrung braucht. Ich finde ich mache mich auch langsam als Handler besser, mir fallen Fehler jetzt immerhin selber auf und ich merke sofort was ich hätte besser machen können. ;-)

Am Montag ging es dann in die Hundeschule zum Begleithundetraining, auch hier hab ich Kappa diesmal mitgenommen. Kappa hat alles fein gemacht, nur die Kehrtwende müssen wir wirklich üben. Zuki hat sich doch sehr angestellt wenn ich mit Kappa gearbeitet habe und den halben Platz zusammen gefiept. Sie selber war sehr hochgepusht, was aber vermutlich auch teilweise daran lag. Ich habe vor der Fußarbeit Tricks mit ihr gemacht um ein bisschen den Dampf rauszunehmen bevor es in die Fußarbeit ging. Die Fußarbeit selber war aber besser, sie war sehr aufmerksam und konzentriert, an diesem Tag gab es aber nur Futter als Verstärker. Geprellt hat sie nur wenig. Sitzen und Bleiben war Prima. Abrufen aus dem Platz auch klasse. Auch die Ablage war fein. Nächstes Mal geht sie ins Auto wenn Kappa arbeitet, dann fährt sie sich nicht so hoch.

Sooo und morgen haben Zuki und ich schon wieder Training, diesmal geht es allerdings darum ihren Stress zu reduzieren. Darauf bin ich sehr gespannt und berichte dann. Fotos habe ich keine gemacht, ich fotografiere meine Hunde irgendwie immer nur beim Schlafen...

Sonntag, 1. November 2015

Test 2

Heute haben wir dasgleiche auf einer platten Wiese getestet, mit einfachen Marks, Doppelmarks, Doppelmark kurz lang und auch Mark - Vollblind arbeiten - dann das Mark. Alles perfekt. Stopppfiff vielleicht etwas zäh aber dafür Suchenpfiff sehr gut angenommen, allgemein sehr fein mit der Nase gearbeitet. Na ja gut, dann müssen wir das nur so mitnehmen über den Winter und dann nächstes Jahr im April/Mai/Juni nochmal unser Glück versuchen!

Samstag, 31. Oktober 2015

Was zum...

Am Freitag haben Kappa und ich uns zum Training mit Sara getroffen, die perfekte Gelegenheit Marks und sowieso Doppelmarks zu üben. Wir haben uns schwieriges Gelände gesucht, so ein Heidekrautfeld mit hohem Bewuchs und vielen Büschen und Totholz und da hat Sara für mich Doppelmarks geworfen. Alle auf den Punkt. Dann auf ein Doppelmark kurz lang. Auf den Punkt. Da wusste ich dann auch nicht was ich davon halten sollte. Ich teste das ganze jetzt nochmal auf einer grünen Wiese am Sonntag, vielleicht sind diese perfekten und gemähten Wiesen ja auch eher das Problem. Ansonsten müssen es die Hormone sein, Kappa hat absolut alles perfekt gemacht. ♥

Außerdem haben wir jetzt so ein Pilates-fitness-Kissen an dem wir uns versuchen. Es ist nicht so einfach mit Kappa zu clickern, weil sie noch sehr gehemmt ist in ihrer Sorge etwas falsch zu machen. Das heißt sie muss immer ein wenig von mir ermuntert werden, dann agiert sie aber super aktiv mit dem Kissen und sitzt so nach einer Clickereinheit schon mit beiden Hinterpfoten auf dem Kissen.

Bazooka hat davor ja nicht so Angst, muss dafür aber kleinschrittiger gearbeitet werden. Wir sind aber schon soweit, dass sie mit beiden Vorderpfoten draufsteht. Beide machen also ihre Sache fein.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Lust und Frust

Wir üben weiter und machen in mancherlei Hisicht viele Fortschritte, in anderer Hinsicht ist Hundetraining manchmal wirklich frustrierend.

Mit Zuki übe ich das Halten ohne zu Knautschen von Gegenständen, insbesondere Holzapporteln. Das ist alles andere als einfach, weil Zuki alles knautscht was sie in den Mund kriegt (außer Socken, die trägt sie ganz vorsichtig) und wenn man es ihr verbietet, soviel Stress bekommt, dass sie noch stärker knautscht. Also habe ich das ganze per "shaping" gemacht, heißt freies Formen. Zuki hat verhalten angeboten und ich habe es bestärkt wenn es das Verhalten ist was ich sehen wollte. Zuki ist an sich nicht besonder reaktiv muss man sagen, heißt, sie bietet nicht viel an, sondern sitzt eher da und wartet ab. Aber wir hatten es schließlich soweit, dass sie von alleine gemerkt hat: "Ahhh ich muss es ruhig festhalten." Und nach einiger Zeit als das sicher saß, konnte ich auch anfangen sie auf ihre Fehler hinzuweisen, wenn sie wieder zu fest zugebissen hat. Wir können uns jetzt auch schon ein bisschen mit dem Holzstück im Maul bewegen und üben jetzt uns mit einem Holzstück im Maul ruhig hinzusetzen. Bazooka muss alles super kleinschrittig und ganz umsichtig beigepult bekommen, weil sie es sonst nicht versteht, dann Stress bekommt und dann geht nichts mehr in den Hund rein.

Hier sind wir schon bei einer kurzen Halteinheit von ca. 5 Sekunden angekommen. Tag 2:

An Tag 3 ist schon ein kleiner Apport mit einer ruhigen Abgabe möglich:

Bazooka muss jetzt noch lernen mit dem Dummy entweder vorzusitzen oder einzuparken.

Neulich bin ich losgefahren und hab das BH Schema abgelaufen und muss ehrlich sagen ich war enttäuscht. Bazooka läuft keine 50 Schritte Fuß ohne die Konzentration zu verlieren, irgendwo blöd rumzuschnüffeln etc. und das nach 6 Monaten Training!!!! Kappa, die mit war und noch nie mit mir für die BH trainiert hat und die auch bis auf die Grundstellung kein Fußtraining bekommt, ist das Schema einfach so perfekt mit mir abgelaufen. Lediglich die Kehrtwende kannte sie noch nicht, die hab ich ihr 3mal gezeigt und jetzt ist sie Prüfungsfertig. Man sollte meinen als Leistungslinie bringt Bazooka einen gewissen Arbeitswillen mit, aber häufig hat sie nur den Willen ihr eigenes Ding zu machen, außer es geht ums Hetzen oder Beute, dann verliert sie aber so den Kopf, dass sie total unsauber wird und ist auch nicht aufnahmefähig, da zu hoch im Trieb und damit Stress. Wenn ich sie mal anfahre, dass das hier ernstzunehmen ist, gerät sie auch in Stress und wird unsauber und nimmt nicht mehr auf. Genau dasgleiche bei der Leinenführigkeit. Jeder Reiz reicht nach wie vor und sie klappt die Ohren zurück und tippelt vor, zurück, vor, zurück, vor, zurück, BOAH. Anfahren bringt halt auch nichts, dann hat sie wieder Stress. Ganz ehrlich, das einzige worauf sie erfolgreich gezüchtet wurde ist Hetzen. Entweder sie ist nur halbherzig dabei, oder sie ist viel zu hoch im Trieb und gestresst und kann nichts lernen. Eine gewisse natürlich Arbeitsfreude und Freude an der Zusammenarbeit wie Kappa sie hat, hat sie wenig. Da muss ich mich wirklich zusammenreissen und muss sie so nehmen wie sie ist, sonst werde ich schnell ungeduldig, reagiere genervt und dann ist Frau Schäferhund ja auch wieder unglücklich. >_>

Egal wir trainieren weiter und ich versuche meine beiden Arbeitsbienen nicht zu sehr zu vergleichen. Man muss halt jeden so nehmen wie er ist.

Freitag, 23. Oktober 2015

Click Click Click

Sooo die Workingtestvorbereitung ist abgeschlossen und nun steht die Winterpause bevor. Bei Kappa und mir heißt es natürlch dranbleiben, da sie nächsten Herbst gedeckt werden soll, werden wir in den sauren Apfel beißen müssen und versuchen zwischen Mai und August noch 2-3 F Workingtest zu starten, denn eigentlich wollen wir vor den Welpen noch die Quali für die O einsacken.

Aber wir haben auch andere Pläne und so feilen wir weiter an der Unterordnung. Bazooka soll im Frühjahr die BH laufen, eigentlich war das für November geplant, aber leider hat das mit einem Startplatz nicht geklappt. Also dann im Frühjahr, außerdem will ich dann auch mal ein Obe Turnier und auch gerne weiter RO Turniere laufen.

Kappa lernt ja nun sehr schnell und ist sehr leichtführig weswegen ich das mit ihr eigentlich auch machen könnte. Da wir jetzt so langsam die Grundstellung in Griff bekommen haben, hab ich auch Lust ihr den Rest beizubringen ;-) Für die BH braucht sie eigentlich nicht mehr viel, ich werde sie in Bazookas Huschu Gruppe mal mitnehmen und die ablage üben. Sitz-Plat-Sitz wäre dann auch ein Punkt den wir auf jedenfall angehen müssen. Vielleicht wird aus ihr ja auch noch ein Obe-Hund!

Zuki muss noch die Box lernen, den Apport UND das Revieren. Puh. Aber wir haben ja noch reichlich Zeit. Kappa kann außer Fußgehen noch gar nichts XD Aber die Grundstellung, DAS kann sie endlich. *puh*

Hier zeigt Zuki was sie kann:

Und hier Kappa:

Zuki entspannt außerdem langsam am Pferd und muss keinen Maulkorb mehr tragen, da sie nicht mehr in die Luft schnappt vor lauter Stress. Sie ist weiter fernab von entspannt, aber ruhiger. Heute musste sie allerdings einen tragen, denn wir haben Hofhund Fritzi, einen schwarzen Labradormischling, mitgenommen. Bisher war Zuki nicht so gut auf ihn zu sprechen, was aber auch teilweise meine Schuld war, wenn ich daneben stehe und den Atem anhalte und Zuki anmahne artig zu sein (wie bescheuert), entspannt sie sich natürlich nicht. Also habe ich mich heute bemüht ganz relaxt zu sein und hab einfach jede neutrales Zusammentreffen zwischen Zuki und Fritzi gelobt und siehe da, es ist gar nichts passiert, nichtmal ein Brummeln.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Le Chaos aka Göttinger WT

Heute war ein Tag der anderer Art! Dachte ich letztes Wochenende, mein Hund ist vom Kopf her nicht mehr ganz frisch, so hat sie heute den Vogel abgeschossen XD Aber eins nach dem anderen:

Aufgabe 1: Bei Walter Mygill. Ein Vollblind liegt hinten durch den Wald an einem Baum, als ich in Startposition komme höre ich schon den Richter seinem Helfer erklären: "Kein Wind, kalt, nass, keine Witterung". Uiuiui. Ein umgefallener Baumstamm liegt so ziemlich im Weg, es gibt ein kleines Loch dazwischen durch die man den Hund hätte schicken können. Aber nicht so einfach. Man durfte sich auch nach links bewegen, allerdings war mir nicht klar ob auch schon vor dem ersten schicken, oder nur zum händeln. Hätte ich mal nachfragen sollen, na ja. Ich hab Kappa auch so zum Blind bekommen, wenn auch nicht in einem Rutsch. Kappa war auch beim Dummy, aber hat dann leider nicht den Stoppfiff so angenommen wie es hätte sein müssen. Unsere alte Baustelle ARGH, ich wusste, dass ich das nicht geübt habe bricht mir irgendwann das Genick. Der Richter lässt uns auch nicht ewig händeln, zumal Kappa ja an der Stelle war und die Nase nicht eingesetzt hat. Schade. Manchmal hat man kein Glück.

Aufgabe 2: Bei Rainer Scezny. Zwei Marks auf der linken Seite, eines kurz, eines lang, relativ dicht beeinander, das kurze soll zuerst geholt werden. Kappa läuft zielgerade auf das kurze zu, da es aber im Gras liegt und nicht direkt vor ihrer Nase, will sie erstmal zum langen weiterlaufen. Statt erstmal Stoppfiff zu machen, mache ich Doppelpfiff, Kappa hält zwar an, hört aber nicht so richtig und ich rufe "Ey" und muss daraufhin meinen Hund zurückholen. Huch. War mir nicht bewusst, dass er das nicht mag, na ja da ich ja schon eine Null hatte wars egal.

Aufgabe 3: Hier wurde es unterhaltsam. Ein langes Mark bei John Juel Pedersen, welches Kappa leider nicht markiert (ich auch nicht richtig), dann nach links drehen und auf eine kleine Suche einweisen. Kapppa nimmt die Linie nicht grade an, sondern macht einen Abstecher zum Helfer, da wurde dann zurecht der Gehorsam bemängelt. Das Mark hat sie wie gesagt nicht markiert, ich auch nicht (auch ich soll das üben) und am Ende musste ich wirklich lachen, bringt Kappa mir eine Wasserflasche die ein Helfer neben sich abgestellt hatte. Arme Kappi. John gibt mir noch 8 Punkte, schließlich macht es für den Hund irgendwie keinen Unterschied, aber da sie nicht wirklich markiert hatte und das Voran auch nicht sauber war, war das angemessen.

Aufgabe 4: Teamaufgabe bei Carsten Schröder. Ein Doppelmark links nacheinander, dann ein Doppelmark rechts andersrum gearbeitet. Ich bin gechillt, denn Kappa ist heute zwar nicht in Bestform, aber ruhig und entspannt. Sie arbeitet das erste Mark ok, will immer sofort zum anderen weiter wenn sie das erste nicht findet, Doppelmarks müssen wir unbedingt trainieren (machen wir auch nie ehrlich gesagt). Also muss ich sie zweimal stoppen und ermahnen im Suchengebiet zu bleiben (macht sie aber brav), dann findet sie. Zurück ins Fuß, zweiter Hund, Frauchen sagt "Apport!" und ich gucke blöd als ich meinen Hund da vorne laufen sehe, schnell gepfiffen und Kappa kommt auch artig zurück. Tja! Anleinen bitte XD Ich dachte das gibts nicht, die springt doch nie ein! Ein verrückter Tag. Das zweite Mark beim Doppelmark darf sie dann aber arbeiten, allerdings hab ich nicht markiert (war ja eh vorbei) und Kappa wollte zu dem Mark das der andere Hund schon hatte. Sie hat sich aber super brav händeln lassen und meine Teampartnerin hat mir mit Richtungsanweisungen geholfen, so hatte Kappa es zackig drin. Auch da läuft sie zu den Helfern, aber hier kann ich wenigstens mal was sagen, dass sie den Quatsch mal wieder lässt, wo sind wir denn hier.

Aufgabe 5: Jetzt war ja eh alles gelaufen, soviel Pech wie ich euch hatte, das war nicht mehr zu übertrumpfen. Aber die letzte Aufgabe wollte ich dann auch noch mitnehmen, denn soweit war Kappa fit und letztendlich kann man immer was lernen. Also gehe ich zu Mario Hickethier, der mich fröhlich begrüßt ob das meine letzte Aufgabe sei und wie es bisher gelaufen wäre. Ich bejahe und warne ihn vor, dass ich und mein Hund heute nur Mist machen und das jetzt vermutlich auch nichts wird. Nein, er ist entschlossen, dass wir das jetzt prima machen und erklärt mir die Aufgabe. Wir stehen vor einem Hügel im Waldrand, gradeaus im dichten Bewuchs fällt ein Mark (vergiss es!), dann drehen wir uns und über den Weg im anderen Teil des Waldes, hinten auf dem Hang, liegt ein beschossenes Blind. Also Kappa markiert, ich drehe sie, der Schuss fällt. Ich schicke sie. Kappa läuft los, bleibt aber nochmal stehen und fragt (vermutlich wegen dem Einspringen), ich gebe noch ein "Go", dann läuft sie wie an der Schnur gezogen durch den Wald, den Hang rauf, holt das Dummy und kommt zurück. Dann das Mark, sie läuft, holt und kommt zurück. Mario ist begeistert, zieht mir nur einen Punkt ab wegen dem Fragen und beglückwunscht und zu dem gelungenen Abschluss - 19 Punkte. Da war ich schon ein bisschen froh, denn auch wenn ich es vorher mit Humor genommen hatte, man hat schon bessere Laune wenn es denn auch mal klappt und der Hund zeigt was er kann.

Mein Fazit: Das mit dem Suchenpfiff ist unser Winterprojekt, da bin ich selber Schuld, denn ich wusste um diese Baustelle und hab es doch immer aufgeschoben (wie früher mit dem Stoppfiff). Mein Hund hat zwar wenn sie markiert hat ordentlich markiert, muss aber lernen bei Doppelmarks nicht immer sofort weiter zur anderen Fallstelle zu laufen, wenn sie nicht SOFORT findet, sondern eine Fallstelle auch mal mit der Nase abzusuchen. Ich muss die Klappe halten und das mit dem Einspringen halte ich mal für ein eigenartiges Versehen, weil die Stimme meiner Teampartnerin meiner wohl sehr ähnlich war *ans Gute glaub*, aber lieber Einspringen als Fiepen. Das mit den Helfern muss ich nochmal auffrischen, bin mir aber ziemlich sicher, dass sie sich da schnell wieder dran erinnert. ;-) Ja, ein reiner Chaostag, jetzt im Nachhinein, war es aber viel einfach Pech und mein Hund war gar nicht sooo schlecht. Dass sie das eine Mark nicht gesehen hat, kann ich verstehen. Ich hab noch viele Tipps von den Dänen zu meinem Handling bekommen was ich noch versuchen will umzusetzen. Die Prüfungssaison ist jetzt erstmal vorbei und unser Sehr Gut in der F nehmen wir dann nächstes Jahr im Mai in Angriff. Bis dahin haben wir noch vieeeel Zeit ein bisschen was zu verbessern ;-)

Bleibt zu sagen, dass der Göttinger WT eine erstklassige Orga hat und sonst wirklich nett war!