Freitag, 13. Mai 2016

Münsterlandcup

Kappa und ich hatten Glück! Am Dienstag erreichte uns der Anruf, eine Teilnehmerin des Münsterlandcups beim GRC in Beckum hatte abgesagt und wir konnten nachrücken! Jipieh! Unsere einzige Chance zu starten dieses Jahr! :-) Hochmotiviert sind wir Samstag gemeinsam mit Ronja die 3h nach Beckum aufgebrochen.

Es war super heiß, aber ich hatte Wasser dabei um Kappa abzuduschen und es fanden sich auch überall kleine Rinnsale in denen Kappe sich aalen konnte um sich zu erfrischen, so war das denke ich kein Problem. Unsere erste Aufgabe war im Wald bei Ralf Ohletz. Eine Doppelmarkierung, ein Schütze in der Mitte der von links nach rechts wandert, zwei Helfer die werfen. Kappa hat den Schützen nicht aus den Augen gelassen und leider das erste Mark nicht markiert, das zweite schon, aber ich hab sie vor lauter Aufregung SOFORT geschickt und nicht im Kopf bis 3 gezählt, damit sie sich das Bild einprägen kann. Na ja kein Problem, wenigstens hatte ich das mitgekriegt und so hab ich sie halt eingewiesen und Kappa war auch artig im Handling. 12 Punkte haben wir bekommen. Linna, die mit Timy auch zum Zuschauen gekommen ist, hat fleißig Videos gemacht:

Die nächste Aufgabe war im anderen Wald bei Jürgen Laux. Ein Mark fällt, bei uns nicht sichtig hinter einen Baum. Dann drehen, Einweisen auf ein kurzes Blind. Dann drehen, es fällt eine Verleitung in etwas Wasser, dann auf das Mark schicken. Kappa hat meine Linie auf das Blind nicht schön aufgenommen, aber ich habe sie auch wieder viel zu schnell geschickt in meiner Aufregung. Dafür hat sie dann eine perfekte Linie seitlich gezogen zum Blind. Das Mark dann hatte sie leider auch nicht wirklich markiert und lief wieder erstmal Richtung Helfer. Also Stop - Out! Und auch das hat sie sauber gemacht. Ja, das sie so schlecht markiert hat fand ich schade, aber der Richter hat Kappas Lining sehr gelobt. 16 Punkte.

Die nächste Aufgabe stand unter keinem so guten Stern, weil ich etwas entmutigt war als ich den Richter sah, mit dem ich nicht so richtig warm werde. Ich muss leider auch sagen, dass das wohl der Grund war wieso Kappa auf einmal so einbrach. Ein Treiben rechts im Wald, dann geradeaus wird ein Dummy über den Weg gezogen. Ich soll dann aus dem Treiben hinten ein Blind rausholen. Ich schicke Kappa, die schön steady war, sie nimmt die Linie auch gut an, aber dann im Gebiet blockiert sie irgendwie. Ich schicke sie zweimal Back und sie geht immer nur seitlich und plötzlich, nach gerade 40 sek Handling darf ich meinen Hund auch schon wieder reinholen o_O Das fand ich echt schade, weil ich auch als nächsten Schritt wie von Carsten empfohlen, den Hund dichter geholt und dann nochmal richtig Back geschickt hätte. Aber was soll man bei 40sek schon groß anrichten? Ich denke es wird auch in Zukunft keinen Sinn machen bei diesem Richter zu starten, weil Kappa meine Stimmung leider sofort spürt und dann blockiert. Es war auch fast unmöglich sie reinzuholen, sie wollte nicht ohne Dummy reinkommen bei meiner Stimmung, die arme. Na ja. Schade. Das Video lohnt sich auch nicht, weil man Kappa nicht sieht, nur mich wie ich ein paar Mal stoppe und Back schicke und dann auch schon reinholen muss.

Die nächste Aufgabe hatte es in sich, im Bärlauchfeld. Mir brannten schon vom kurzen Aufenthalt dort die Augen, ich will gar nicht wissen wie es der Richterin ergangen ist. Für die Hunde war es natürlich dadurch schwieriger die Nase einzusetzen, aber dafür waren die Distanzen nicht so lang und man durfte erst das Mark und dann das Blind arbeiten. Also eigentlich eine schöne Aufgabe. Kappa markiert augenscheinlich gut, es fällt auch an eine gute Stelle und sie läuft drauf zu, läuft aber plötzlich weiter. Hier bricht uns jetzt das Genick, dass ich sie eben bei Rainer reinholen musste, für Kappa die schlimmste Strafe auf Erden, ohne Dummy reinzukommen. Beim ersten Mal kommt sie noch recht gut wieder nach vorn. Dann denke ich sie hat gepickt, hat sie aber leider nicht und ich lasse sie zu weit nach hinten weg ahhhhhh. Sie dann wieder vorholen wird dann ein Krampf, Kappa hat Stress weil sie das Dummy finden will und meinen Kommpfiff hört und macht die Schotten ziemlich dicht. Als ich sie dann aber endlich vorne habe, lässt sie sich schön rüber schicken und findet dann auch. Puhhh.
Hier ist immer diese Regelung so blöd, dass man seinen Hund nichtmal richtig loben darf im Dummy. Kappa hätte jetzt einen kleinen Egopush gebraucht, ein bisschen Knuddeln hätte schon gereicht um ihren Stress zu reduzieren. So also noch irgendwie versuchen das Blind reinzukriegen. Hier nimmt sie die Linie schön an, was ich nur nicht sehen konnte, ist das das Dummy ein Stück weiter hinten noch liegt, da muss so eine Art Graben sein. Sie kommt dann ein Stück vor, ich schicke sie zurück aber auch wieder nicht tief genug. Muss sie immer Stoppen wenn sie zu weit nach rechts oder links geht... dann fängt sie an ungehorsam zu werden, nimmt erst das zweite Out richtig an, mag nicht mehr richtig stoppen...und fängt vor lauter Stress an zu pinkeln :-/ Danach läuft es dann wieder ganz gut, ich krieg sie schnell ins richtige Gebiet und sie findet. KLAR, bleiben da nicht viele Punkte, sondern nur 6. Schade, aber sehr lieb von der Richterin, dass sie uns das hat zuende arbeiten lassen, das war auch für uns als Team wichtig, dass wir da jetzt zum Erfolg kommen und hat uns beide wieder aufgebaut.

Zum Schluss sind wir bei Mario Hickethier, einem Richter, den ich schon kenne und der mich auch in Göttingen mit seiner letzten Aufgabe wieder aufgebaut hat, als wirklich alles schief gelaufen ist. Ein Doppelmark kurz-lang. Markieren tut Kappa ja nicht auf Workingtests (wobei mich die leise Vermutung beschleicht, dass ich auf Workingtest vor Aufregung einfach immer SOFORT schicke und ich mal wieder Schuld bin), also bin ich bereit. Ich schicke sie aufs kurze und mache sofort Stopppfiff auf der Höhe, Kappa bremst, kriegt sofort Wind und pickt. Leider geht der Helfer auf sie zu was Kappa verunsichert und sie beschwichtigt diesen, also muss ich Kommpfiff machen. Dann das lange schicke ich sie, pushe bei alter Fallstelle, hinten driftet sie nach links, ich kriege sie aber gut wieder nach rechts zurück und sie findet und kommt. Nochmal am gruseligen Helfer vorbei, Dummy zuhause. 17 Punkte. Schöner Abschluss!

Tja, man kann nicht aus seiner Haut. Ich wäre gerne ein besserer Hundeführer auf Prüfungen um Kappa mehr Sicherheit zu geben, damit diese auf ihr Potential zurückgreifen kann. Leider blockiere ich sie häufig durch meine Anspannung und Aufregung, wenn dann auch noch dezente Verstimmung dazu kommt, ist es ganz vorbei. Ich weiß ja auch durch die BHP und die Rally Obedience Prüfungen, dass ich nicht genial auf Prüfungen agiere. Ich habe bei Zuki nur den Vorteil, dass die nicht so sensibel ist wie Kappa. Nun ja, ich lerne weiter und versuche an mir zu arbeiten und vielleicht kriege ich mich ja bis nächstes Jahr besser in den Griff ;-)

Sonntag, 1. Mai 2016

Seminar mit Carsten

Spontan letzte Woche entdeckt: Platz frei bei Carsten Schröder Seminar, F/O, Raum Trittau. Passt ja, also Platz geschnappt und heute morgen dann los zum Halbtagsseminar. Bei der Frage was bei meinem Hund verbessert werden könnte nannte ich das Stoppen und das Handling auf Distanz.

1. Aufgabe: Auf einer großen Wiese hat Carsten vier Stäbe in den Boden gesteckt, ich gehe zum Vorletzten. Rechts oben in der Ecke veranstaltet er entlang des Waldrandes ein Treiben und jeder schickt nacheinander seinen Hund dorthin. Kein Problem, die Hunde zieht es erst alle ein bisschen in den Wald rein aber mit einem kurzen Stopp kehrt zumindest Kappa sofort wieder um und pickt ein Dummy.

Dann wird das ganze umgewandelt zur Teamaufgabe. Es fällt erst rechts auf einer anderen Wiese eine Markierung, bevor rechts oben ins Treiben geschickt wird und dann der 2. Hund die Markierung arbeiten darf. Auf hier arbeitet Kappa in beiden Positionen zu meiner Zufriedenheit und markiert klasse.

Nun kommt ein Treiben gradeaus hinzu, rechts oben liegen immer noch Dummys und diesmal muss Kappa zuerst nach rechts bevor sie eines von links holen darf. Hier zeigt sich eine gewisse Unsicherheit bei Kappa, die heute noch öfter auftauchen wird. Sie stoppt ein zweimal bevor sie wirklich losläuft, weil doch das Treiben da drüben war. Sie versucht dann auch sich rüber zu suchen, lässt sich aber prima stoppen und zurück schicken. Sie sitzt jetzt auch fast immer sofort, auf jedenfall muss ich nicht mehr Brüllen damit sie stoppt, nur noch ab und zu das Sitz durchsetzen, aber auch nur noch 1 oder 2 mal auffordern. Sehr schön. Carsten versteht mein Problem nicht recht, die stoppt doch schön! ;-) Anschließend soll ein Hund aufs Treiben geschickt werden, auf dem Weg aber Stoppen, dann fliegt rechts auf der Nachbarwiese ein Mark, was erst der andere Hund arbeiten soll, dann darf der Hund weiter geschickt werden. Kappa geht sehr unkoordiniert und unsicher raus mal wieder, stoppt dann aber schön und quakt auch nicht als das Mark fliegt und der andere Hund arbeitet obwohl sie ja außerhalb meiner Reichweite sitzt. Das Dummy aus dem Treiben holt sie dann schön. Als sie selber dran ist, arbeiten beide Hunde parallel da ihr Teamhund nicht gestoppt werden kann. Kappa markiert, läuft los und als meine PArtnerin den Suchenpfiff gibt, nimmt sie sofort die Nase runter und sucht. Ich stoppe sie, schicke sie Back und sie holt das Dummy sauber. Eine kurze Verwirrung ist ja jedem gestattet ;-)

Als nächstes sollen wir uns alle in einer Reihe aufstellen. Carsten und eine Helferin werfen jeweils Doppelmarks, also insgesamt fliegen vier Markierungen. Kappa darf von den Doppelmarks auf unserer Seite eines arbeiten. Sie nimmt meine Linie auf das rechte (Was zuerst geflogen ist) nicht an, sondern läuft zum linken, was ich inkonsquenterweise durchgehen lasse. Dort macht sie dann ihr lieblingsspiel: Mal kurz gucken und vielleicht doch rüber zum Rechten. Nein Stopp und nimmt gefälligst das was du dir ausgesucht hast! Gehorcht sie dann auch und nimmt das ziemlich punktgenau. Alle anderen 3 Dummys, die wir dann auch als Doppelmarks über Kreuz arbeiten mit langen Wartezeiten arbeiten sie punktgenau und kriegt ein großes Lob für ihr Markieren. Witzig wie sie das kann, wenn man ihr dieses Rumdödeln immer gleich vermiest.

Ein kurzes Päuschen, dann gehen wir auf die Nachbarwiese wo zuvor immer das Mark geflogen ist. Es werden an 4 Stellen Blinds ausgelegt, bis auf eine Stelle mitten auf der Wiese, alle an recht markanten Punkten. Zuvor fliegt ein Wassermark. Wir sind erst als 4. Hund dran und ich nutze jedes der drei vorherigen Wassermarks um Kappa wegzudrehen, was sie bis auf einmal super macht. Sie ist bisher absolut 100% steady gewesen. Toll! Auch von ihrem Wassermark dreht sie sich artig weg, arbeitet das Blind dann aber unterirdisch und braucht Hilfe von Carsten. Vor Ort sucht sie auch nicht so richtig, ganz eigenartig. Ich schätze sie war vom Kopf her nicht beim Blind, sondern beim Wassermark und ein bisschen stinkig, dass sie ein doofes Blind suchen soll, was sie ja gar nicht will.

Die anderen 3 macht sie aber gut.

Als nächsten machen wir einen 4er Walk up, mit Doppelmarks vorn und Memories auf die beiden Blindpunkte im Rücken:

Kappa arbeitet alles sehr gut außer das 2. Mark, da markiert sie irgendwie nicht richtig, ist vermutlich auch müde. Ich hole sie beim ersten Mal schnell wieder rein als sie eine große Suche draus macht, da Carsten uns angehalten hatte das zu tun. Sie kriegt einen zweiten Versuch, läuft aber irgendwie wieder komisch viel zu weit links in Richtung Carsten, als der in Richtung Dummy ein paar Schritte geht, arbeitet sie sich in den Wind und findet zügig. Noch ok.

Zum Schluss gibt es ein Wassermark. Kappa verpeilt selbst da das Mark, hört dann aber zu dass sie nach rechts muss und findet. Dann nochmal das Wassermark, aber den Hund gradeaus zum Reisig schicken bevor er das Wassermark holen darf.

Hier ist die Luft dann raus. Kappa geht einen Sprung voran, erstarrt und starrt aufs Wasser. Ich pfeif sie ran, da weint sie natürlich. Ich versuche es erneut, aber es wird nicht besser. Ich soll sie reinholen, dichter rangehen und dann nochmal schicken, jetzt klappt alles prima. Es war die letzte Aufgabe und Kappa ist durch.

Kappa hatte viele Schwierigkeiten mit Konflikten heute, anscheinend müssen wir das mehr üben. Markieren war prima und das Einweisen wirklich auch sehr gut. Konflikte sind am Wasser nach wie vor am Stärksten. Mit Annette hatten wir das schon geübt, dann aber immer über Wasser geschickt. Generell glaube ich, kann sie das mit den Konflikten schon besser, war heute wieder ein bisschen hormonell, oder einfach nicht so gut in Form.

Sonntag, 24. April 2016

Steadyness & Specials

Heute waren Kappa und ich mal wieder auf einem Seminar! Diesmal bei Thomas Leybold, ein F Seminar zum Thema "Steadyness und Specials". Der Name passte wirklich, Thomas hat sich ein paar schöne Aufgaben ausgedacht!

Als erstes haben wir eine schöne Steadynessaufgabe gemacht: 4 Hunde in eine Line, hinten bei den Bäumen fliegen beschossene Marks. Dann wegdrehen. Thomas wirft von hinten durch uns durch Dummys so dass sie wenige Meter vor uns liegen. Nun muss einer nach dem anderen seinen Hund sitzen lassen und das Dummy aufheben, so dass Menschen und Hunde eine Gasse bilden. Nun muss der Hundeführer den Hund abrufen, auf das Memory schicken und der Hund muss durch die Reihe der absitzenden Hunde durcharbeiten. Anschließend wird er zurück auf seinen Platz gebracht. Dann fliegen vier Dummys zwischen die Hunde und Hundeführer und wir rufen nacheinander die Hunde ab, die auf dem Weg das Dummy mitbringen.
Kappa macht alles prima, nur alleine Sitzen bleiben geht natürlich GAAAAAR NICHT und es wird gemotzt und gemeckert -_- Aber das Wegdrehen von den Marks war prima.

Ein Stückchen weiter wird eine Markierung geworfen und beschossen. Dann geht ein Running Rabbit vor uns über den Weg. Ich schicke Kappa auf das Mark, aber sie hat schlecht markiert und läuft dann weiter zum Running Rabbit. Stop. Back. Beides sauber, aber sie arbeitet sich nochmal zum Running Rabbit zurück. Wieder Stop - Back. Jetzt findet sie und bringt es.
Im zweiten Durchgang war das Dummy nun ein Memory. Ich schicke, das Running Rabbit schießt direkt vor dem laufenden Hund über den Weg. Ich stoppe und Kappa stoppt direkt vor dem Rabbit, starrt 5 Sekunden drauf, guckt dann aber mich an und geht aufs Back brav zurück zum Memory und bringt das.

Weiter im Gelände bilden wir 2 Reihen 4er Linien. Hinter uns werden 8 Dummys ins Gelände gelegt. Dann beginnt der Walk up. Es fliegen immer beschossene Doppelmarks. Erst muss der Hund das auf seiner Seite holen. Dann arbeiten wir auch über Kreuz. Zwischendurch müssen Hunde aus der 2. Linie Dummys von Hinten holen bevor wir aus der ersten Linie die Marks arbeiten. Kappa ist prima steady, auch bei den Drehungen, aber beim ersten Mark ist sie eher so tüdelüüüüü und hat nicht wirklich markiert. Also darf ein anderer Hund arbeiten. EMPÖRUNG! Das geht so nicht, also markiert sie von da an alles auf den Punkt. ;-) Als wir in die zweite Reihe wechseln und ein Dummy von hinten holen müssen, sind wir schon verdammt weit weg und ich habe null Plan von der nötigen Tiefe. Also schicke ich Kappa erstmal, die auch läuft. Irgendwann bleibt sie stehen und fragt, aber ich reagiere nicht weil ich nicht so recht weiß ob sie noch tiefer muss, oder hat sie schon? Kappa kommt zurück und ich stoppe sie und schicke sie Back. Mit ordentlich Pushen läuft sie bis hinten durch, verschwindet aus dem Blickfeld und kommt dann mit einem Dummy zurück.

Wir wandern einmal um den See wo zwei Zäune aufgebaut sind. Kappa darf anfangen, erstmal einfach Dummys von rechts und links hinter dem ersten Zaun zu holen, die Thomas fallen lässt, dann wird auch geworfen und geschossen, Kappa hüpft und hüpft und kommt gar nicht auf die Idee außen rum zu laufen. Im zweiten Durchgang wirft er eine Markierung hinter dem zweiten Zaun. Kappa hüpft über den ersten, über den zweiten, pickt, zurück über den zweiten über den ersten hurra! Das ganze noch zweimal als Memory. Kappa hätte eine Schleife als Springpony verdient, sie ist der einzige Hund der nicht einmal um den Zaun drum herum läuft, sondern springt immer artig. Ich glaube das kommt vom Hürdentraining mit Taschi. :-)

UUUUUND es geht wieder zurück auf die andere Seite. Eigentlich hätte das Seminar auch "Wandern mit Thomas" heißen können XD Wir sind jetzt am Wasser. Die Aufgabe ist für jeden etwas anders. Für Kappa wird ein Blind beschossen, dann gehen wir ein Stück runter zum Wasser und Thomas wirft ein Mark ins Wasser. Ich drehe Kappa, die artig mitdreht und belohne sie mit Spiel, aber ich höre blöd auf und Kappa will zum Wasserdummy. Ich korrigiere und sie jammert. Na ja. Wir gehen Fuß hoch zum Blind und arbeiten das ganz gut. Der Stopppfiff sitzt nicht mehr so gut, weil sie langsam müde wird und ich vertue mich mit der Position des Blinds, aber zusamen machen wir das gut. Zurück zum Wasserdummy, da piepst sie leider einmal. Der Rest ist dann aber prima.

Zum Schluss nochmal Hardcore-Steadyness. Dummylauncher aus der Line, eins ewig weit über Land, eines ins Wasser. Puh! Kappa ist steady, ich belohne sie nach jedem Doppelmark (Thomas hatte zwei Launcher) mit einem Pocketdummy nach hinten weg. Nur als ich deutlich mache, dass sie jetzt das Wasserdummy arbeiten soll, fiept sie einmal. Also darf sie nicht arbeiten. Das bleibt der einzige Pieps, Kappa arbeitet dann noch zwei Dummys (1x Land 1x Wasser) sehr schön, bis auf das die Land nicht so toll markiert hat.

Zum Abschluss nochmal zurück zum Running Rabbit. Jetzt mit Vollblind. Kappa macht alles souverän. Das kennt sie ja schon!

Ich war sehr zufrieden heute mit Kappa. Sie hat schön gearbeitet, auch nach 7h Training. Nur die letzten 2h hat sie etwas nachgelassen, aber auch nicht so sehr, dass ich hätte unzufrieden mit ihr sein müssen. Sie war steady und ich konnte sie den ganzen Tag dafür bestätigen um das weiter zu festigen. Sie hat aber auch noch Neues gelernt und war mit keiner Aufgabe überfordert. Es haben sich keine großen Baustellen aufgetan. Leider bin ich für den Münsterlandcup am 7. Mai nur auf der Warteliste. :-( Von daher weiß ich nicht, ob wir dieses Jahr nochmal irgendwo starten können. Die Dummy F hat aufgrund fehlender Anmeldungen auch nicht statt gefunden. Ende Mai ist noch eine, aber ich weiß nicht ob ich da nicht schon zu schwanger bin, wobei ich heute keine Probleme hatte durchzuhalten. Ansonsten geht es eben erst nächstes Jahr.

Sonntag, 10. April 2016

Begleithundeprüfung

Wir haben ein erfolgreiches Wochenende hinter uns! Am Samstag haben wir wieder fleißig trainiert, erst haben Ronja und ich nach der Welpengruppe ein wenig mit Kappa einweisen auf Blinds trainiert. Kappa ist nun nach der Läufigkeit ja leider scheinträchtig und dementsprechend ein wenig "out of spirits". Von ihrem sonst soooo schönen Lining war nicht viel zu sehen, aber nach ein bisschen Arbeit, war es dann schon ganz gut mit den langen Distanzen und den Geländeübergängen. Der Stopppfiff war ziemlich gut, nur das Sitzen muss jedesmal diskutiert werden. Wir haben dann auch noch ein bisschen über einen Zaun gearbeitet und auch da war sie gut, aber halt nicht 100% Kappa.

Am Nachmittag hab ich sie trotzdem mit zum Rally-O Training genommen. Wir hatten leider nicht viel Zeit, da wir mit dem Training auch erst spät begonnen haben, so bin ich mit Zuki 2x durch den 2er Parcours, mit Kappa einmal. Die Hürde war für beide kein Problem, weiter arbeiten wir am Steh und am um die eigene Achse drehen am Bein. Letzteres hat Taschi meinen Hunden letzten Sonntag schon zufriedenstellend beigebracht xD Am Steh arbeiten wir weiter. Linksdrehungen mit Zuki werden wir jetzt auch stark angehen, damit sie sich nicht immer zwischendurch setzt.

Heute dann das große Ereignis! Ich hatte vor 1,5 Wochen spontan den GHV Geesthacht angeschrieben, ob ich nicht am 10. April die BH mitlaufen könnte. Zack kam er Anruf: "Klar kein Problem!" Oh Gott! Jetzt muss ich ja wirklich starten! Gott sei Danke vorher nochmal mit Taschi traininert und noch ein paar gute Tipps bekommen, heute ging es dann los.

Als erstes war Kappa dran. Mit der Ablage. Wie immer empört, so lag sie doch aber wie ein Stein und war artig. Aus der Ablage kam sie allerdings nicht so richtig hoch, dann in der Unterordnung war sie erst gut, aber dann hat ihr Pepp wieder nachgelassen und sie war unmotiviert. Hach ja diese Scheinträchtigkeit. Nein, sie war artig, aber der Kommentar des Richters, es würde dem Hund an Temperament fehlen, war schon lustig XD Aber man kann es ihm nicht verübeln. Kappa hat sich wie eine Schnarchnase präsentiert. 49 von 60 Punkten bekam sie.

Bazooka durfte erst Unterordnung laufen. Die Leinenführigkeit war so naja, immer mal wieder schön aufmerksam, aber auch immer mal wieder neben der Spur. Das wurde natürlich mit dem Ableinen deutlich besser. In der Ablage allerdings hat sie, die wir sonst die "Deutsche Eiche" nennen weil sie sich nicht bewegt, ziemlich rumgezappelt. Gerade als ich losging um sie abzuholen, drehte sie sich im Liegen einmal auf der Stelle um besser hinter sich schnüffeln zu können. -.- 51 von 60 Punkte.

Frauchen hat natürlich auch Fehler gemacht, offensichtlich habe ich meinen Körper nicht unter Kontrolle, denn ein Platzkommando zu geben OHNE die Hand, war mir schlicht nicht möglich, obwohl ich mich sofort darüber geärgert habe. Bei Bazooka habe ich außerdem das Sitz in der Gruppe vergessen. Hach ja, ich muss mir ja treu bleiben :-)

Zum Schluss der Verkehrsteil, da waren beide brav und so haben beide bestanden!! :D

Samstag, 2. April 2016

Trainingstag

Heute mussten beide Hunde ran, erst Kappa zum Dummytraining mit Annette, dann Bazooka zum Rally-O Training beim PHV Lüneburg!

Kappa hat nicht unbedingt brilliant vorgelegt. Zuerst sollte sie ein Blind arbeiten, das Gelände war schwer, keine Frage, für die erste Aufgabe war es hart. Aber: Wir hatten Entenlocker positioniert um Kappa in die richtige Richtung ziehen zu können. Aber Kappa hat mehr so ihr eigenes Ding durchgezogen, STOPPPFIFF!? WAS IST DAS!? Ich hab gebrüllt, gezetert und Mordio geschrieen. Auch Richtungsannahmen waren einfach nur unterirdisch. Wir haben dann weiter Stoppfiff und Out schicken gemacht, mit klaren und deutlichen Linien und nach etwas wachrütteln war das auch wieder ganz gut. Mehr als ganz gut aber auch nicht. Gut, sie ist gerade mit der Läufigkeit durch, aber das ist ja kein Grund durch die Gegend zu laufen und den Stinkefinger hoch zu halten.

Wir sind dann weiter ans Wasser um ein bisschen über Wasser-Arbeit zu machen. Da muss ich sagen war Kappa deutlich besser, besonders gut hat mir das Wegdrehen gefallen, sie hat nicht einmal gepiepst. Nur wenn ich sie irgendwo abgelegt habe um was anderes zu machen, das ist für Kappa ja so schlimm wie ausgepeitscht zu werden. Der Stopppfiff war die ganze Zeit ein Thema, aber nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Sie hat immerhin gestoppt, ich wollte das sie sitzt: Hat nur 20 Kommandos gebraucht. Ja, Kappa kann ein Biest sein. Bis zur Dummy F in 3 Wochen ist ein wenig Bootcamp angesagt.

Danach war ich mit Bazooka beim Rally-O Training. Die war im Gegensatz zu Kappa ganz fein, hat toll mitgearbeitet trotz der vielen vielen Hunde sich nicht ablenken lassen und auch wenn sie am Erdharken festgemacht war, hat sie artig gelegen und gewartet, nicht gefiept, nicht aufgesprungen, auch wenn Bälle geflogen und Hunde gelaufen sind. Wir haben gute Tipps gekriegt und vor allem ich habe viel über die Schilder usw. gelernt. Es ist aber auch eine komplizierte Sportart! XD

Sonntag, 27. März 2016

Oster ROT

Während die läufige Kappa entspannte Feiertage genossen hat, waren Zuki und ich Karfreitag und "Ostersamstag" beim GHV Bramfeld zum Rally Obedience Turnier! Unser erster Start in der Klasse 1. Ein bisschen Sorge machte ich mir wegen unserem Vorsitz, der war auch ein wenig schief, besonders beim Vorsitz und Schritt nach rechts. Da müssen wir weiter dran arbeiten. Weiterhin wurde bemängelt, dass unsere Linksdrehung einen zu großen Bogen habe, eigentlich sei das eine Drehung auf der Stelle. Das war mir so nicht klar. Aber Zuki hat bis auf den etwas schiefen Vorsitz alles prima gemacht und für die Linksdrehungen konnten wir beide nichts - so sind wir mit 87 von 100 Punkten und unserem ersten "Sehr Gut" in der Klasse 1 (mit einem 7. Platz) nach einem etwas kalten Tag im Regen stolz und zufrieden nach Hause gefahren.
Bazooka kann auch Linksdrehungen auf der Stelle, von daher dachte ich mir - gut, dann machen wir es morgens anders und dann passt alles! Das Wetter war auch wunderschön und statt morgens um 7 musste ich auch erst um 11 losfahren, also perfekte Bedingungen! Leider hatte ich unterschätzt, dass mein Hündchen noch nicht sooo viel Turniererfahrung hat (das war das 3. Mal um genau zu sein) und dass sie das psychisch doch sehr anstrengt. Zuki war also mehr als willig, aber geistig einfach nicht auf der Höhe. Statt vorzusitzen ist sie über die Schilder gesprungen, beim nächsten Sitz schwebte der Po noch überm Boden, bei der nachfolgenden Platzübung gingen die Ellbogen wieder vor der Zeit vom Boden hoch und dann bei den Linksdrehungen ist sie nur auf dem Po rumgerutscht. Am Ende blieben 54 Punkte und ein N.q. :-D Na ja, eine Erfahrung reicher! ;-) Zuki war sehr artig und auch sehr bemüht, aber beide Tage waren einfach zu viel, das ist dann auch okay. Wir versuchen im Mai in Ahrensburg nochmal zu starten und da unser V zu schaffen, bis dahin üben wir Linksdrehungen und weiter diesen verdammten Vorsitz.

Donnerstag, 10. März 2016

Training mit Oliver Part II

Da die arme Sara ihren Seminarplatz bei Oliver Kiraly letztes Wochenende nicht wahrnehmen konnte und ich auch unpässlich war, hat Kappa letzten Samstag mit Ronja ein schönes Training bei Oliver gehabt. Hier der Bericht:

Aufgabe: Es werden sichtbar Tennisbälle in mittleren Bewuchs geworfen. Die Hunde werden aus einer Entfernung von ca. 20 m direkt ins Suchengebiet geschickt. Kappa musste sich erst ein bisschen an die neue Situation gewöhnen, oder aber sie dachte, dass das ja zu einfach wäre, wenn da jetzt wirklich die gerade geworfenen Tennisbälle zu holen seien, auf jeden Fall hat sie sehr lange gesucht, schließlich ist sie sogar über einen Ball gestolpert. Nachdem sie sich dann aber schön hat handeln lassen, saß und mit einem Suchenpfiff in der direkten Umgebung suchen sollte, hat sie den Ball gebracht. Aber wie gesagt, es war noch früh und die Situation ungewohnt. Wir mussten beide erst auf Betriebstemperatur kommen…

Aufgabe: Eine Einzelmarkierung fliegt in ca. 30 m Entfernung, die Hunde werden nacheinander direkt geschickt. Das hat Kappa dann perfekt gemacht.

Aufgabe: 3er Aufgabe: Eine Dummy Einzelmarkierung, ein Tennisball fliegt, ein Blind liegt in einem Gebiet, dass die Ecke von Weidezaun einer Koppel und Feld bildet. Der erste Hund wird auf die Dummy Markierung geschickt, der zweite Hund auf das Blind, am Tennisball vorbei und der dritte Hund darf schließlich den Tennisball holen. Der Reiz des Tennisballs war natürlich groß bei dem Schicken auf das Blind. Aber das haben alle Hunde gut gemacht. Kappa hat die Linie auf das Blind super schön angenommen, war auch beim Drehen sehr leise. Zwischendurch konnte sie sogar gut entspannen, saß seelenruhig am Bein und hat die anderen beim Arbeiten beobachtet.

Aufgabe: Eine Dummy Einzelmarkierung fliegt in das frühere Tennisball-Suchengebiet. Wir haben uns von der Stelle jedoch wegbewegt und stehen auf einer angrenzenden Wiese, jetzt geschätzte 50 m von der Markierung entfernt. Außerdem werden die Wiesen durch einen Holzzaun und einen leichten Höhenversatz voneinander getrennt. Die erste Schwierigkeit war also der Geländeübergang. Der erste Hund sollte jedoch nicht die Markierung holen, sondern wurde an der Koppel entlang auf ein weiteres Blind von den in Aufgabe 3 ausgelegten Dummys geschickt. Dabei musste über die Fallstelle des Tennisballs aus Aufgabe 3 geschickt werden. Bei Kappa hat man gemerkt, dass sie wegen der Situation etwas unsicher war, denn sie hat bei dem Geländeübergang gestoppt und nachgefragt, obwohl ich extra nochmal gepusht hatte. Aber das Weiterschicken hat sie super gemacht und ist auch schön an der Koppel entlang ins Gebiet und hat schnell ein Dummy gefunden. Das Nachfragen hat sie heute etwas häufiger gemacht, aber ich denke, dass das auch an mir lag. Es ist eine ungewohnte Situation und Kappa hat alles, was letzte Woche im Training kleine Problemchen waren, heute absolut fantastisch gemacht. Sie war absolut relaxt zwischen den Aufgaben, wenn sie nicht dran war hat sie ruhig gewartet, nur selten gab es ein winzig kleines Piepsen von ihr. Sie hat super gestoppt (gut, das allererste Stoppen bei der Tennisball Suche vergessen wir mal, es war noch früh, ich hatte den richtigen Suchenpfiff kurzzeitig vergessen und wir waren beide etwas verwirrt, ob Tennisbälle zu suchen wirklich die Aufgabe war…) und ließ sich klasse handlen.

3er Aufgabe: Es fliegt eine Einzelmarkierung. Wir drehen uns um 180 ° und es fliegt ein Tennisball. Währenddessen wurde das Dummy unbemerkt aufgehoben. Der Hund wird auf die Markierung geschickt. Nachdem 10 Sekunden im Suchengebiet vergangen sind, wird der Hund abgestoppt und schließlich nach rechts auf ein Blind (selbe Stelle wie in Aufgabe 3 und 4) geschickt. Das hat Kappa schön gemacht.

Aufgabe: Es folgte ein Walk-up. Vor uns fliegt eine Einzelmarkierung, wir drehen uns um und sollen auf ein Blind (als aufgestellte Dummys dennoch recht gut erkennbar) schicken. Es gibt allerdings zwei Blindbereiche, deshalb war eine gute Linie nötig. Da hat Kappa mich sehr überrascht, sie war total entspannt bei der Markierung und hat nicht einen Ton beim Umdrehen von sich gegeben ☺

Aufgabe: Danach gab es noch einen kleinen Walk-up. Ein Dummy fliegt in den Wald, danach fliegt ein Tennisball ca. 10 m vor den Wald, der zusätzlich mit einem Zaun getrennt wurde. Der erste Hund holte den Tennisball, dann sollte sich der zweite Hund umdrehen und ein Blind (die Blinds aus Aufgabe 6) holen. Dabei sollte diesmal das jeweils andere Gebiet als in Aufgabe 6 gewählt werden. Der dritte Hund durfte schließlich die Markierung aus dem Wald holen. Diese Aufgabe hat Kappa fantastisch gearbeitet. Für die Fußarbeit gab es ein großes Lob von Oliver, Kappa war ruhig, hat die Linie klasse angenommen. Das Mark aus dem Wald war überhaupt kein Problem, über die Tennisball Fallstelle habe ich einmal gepusht, dann ist sie direkt zur Markierung durchgestartet. Den Tennisball hat sie perfekt markiert.

Aufgabe: Zum Schluss gab es noch einen Abschluss Walk-up mit allen sechs Hunden. In unserem Rücken fällt eine Einzelmarkierung, geworfen von der Wiese in den Wald. Dazu musste natürlich schnell gedreht werden und dann direkt der zweite Teil der Flugbahn markiert werden. Aber das war für Kappa überhaupt kein Problem. Für die Fußarbeit gab es nochmal ein Lob und dafür, dass sie keinen Mucks gegeben hat, gab es nach der Aufgabe dann einen leckeren Keks.