Oliver achtet bei jungen Hunden sehr auf Behaviour, also auf Benehmen. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Hunde ruhig und entspannt am Bein sitzen (oder liegen) und keinen Quatsch machen. Das kann Kappa ja ganz gut, buddeln, sich rumwälzen... dabei der Hinweis von Oliver, dass nur ein physisch entspannter Hund auch mental entspannen kann. Heißt ein Hund der Quatsch macht lenkt sich ab, weil er es doof findet, dass er nicht arbeiten darf, aber er ist nicht entspannt. HM! Da ist natürlich was dran, also durfte Kappa keinen Blödsinn machen und das führte tatsächlich dazu, dass sie irgendwann nur noch brav dasaß. Zum Schluss lies das wieder nach, weil ich auch keine Konzentration mehr übrig hatte. Genau wie mein Hund, wobei der fast noch konzentrierter war. XD
Vor der Aufgabenbeschreibung vorweg: Mein Hund war, obwohl wir mit 5 Hunden aus der Line gearbeitet haben - SUPERSTEADY! Ich war so stolz auf sie, das ganze Walk UP Gelatsche hat sich gelohnt, sie war der ruhigste Hund in der ganzen Gruppe :o
Zu den Aufgaben
Als erstes hat Oliver Dummys am Waldrand verteilt, die Hunde durften zusehen. Dann haben die Hunde nacheinander geschickt und sind dabei immer weiter weg gegangen. Das war natürlich nicht schwierig von der Aufgabe her, aber immer wieder drehen, ein Hund wird geschickt, wieder drehen, weitergehen, drehen... Kappa hat das so super gemacht ♥
Wir haben auch Marks gearbeitet, unter anderem im Team mit einem Hund, der zuerst ein Memory aus dem Wald holen musste und der zweite das Mark etc. Ich habe mit Absicht Kappa so aufgestellt, dass sie sich richtig drehen muss, auch hier steady! Generell habe ich sie während der Marks für die anderen Hunde immer wieder gedreht und auch das hat sie toll gemacht. Auch bei allen anderen Marks war sie steady und hat sich drehen lassen ohne zu fiepen.
Auch Back haben wir gemacht, natürlich kein Problem. Oliver hat nur angemerkt, dass ich ihr beibringen muss über die Seite zu drehen die ich anzeige, außerdem ist Kappa losgeflitzt als der Arm oben war, nicht als das Kommando ertönte. Ich bin da ja nicht immer sooo genau, aber das mit dem richtig Drehen KÖNNTE schon sinnvoll sein. Uff immer dieses üben.
Annette und ich haben jedenfalls viele Anregungen für unser gemeinsames Training mitgenommen und sind für morgen inspiriert. Ach ja, Oliver ist auch aufgefallen, dass Kappa ein Augenhund ist (ach was XD) und ich soll bei Blinds etc. die Dummys verbuddeln. Marks sollen wir mit Tennisbällen und Ballschleuder üben, ohne Nase kommt man da nicht weit.
Ich fand es gar nicht so schlimm, dass die Aufgaben für uns einfach waren, weil ich in der Gruppe weiterhin den Schwerpunkt auf Steadyness legen möchte und das hat super geklappt. Nächstes Mal melden wir uns dann auf jedenfall für ein F Seminar an.
Heute waren wir dann wieder mit Annette unterwegs. Zunächst haben wir Blinds ausgelegt und Kappa aus einer kurze Entfernung erst eine Verleitung geworfen und sie dann darauf geschickt, aber Kappa war völlig sicher. Dann sind wir weiter weg gegangen, zwischendurch hat Annette ein rotes Dummy bei einem Ast versteckt auf der Hälfte des Weges, so dass ich Kappa stoppen musste. Das Training am Mittwoch hat sich da das erste Mal bezahlt gemacht, Kappa ist traumhaft abgestoppt und hat dann Witterung bekommen. Über die Stelle rüber schicken war auch kein Problem.
Im Dickicht haben wir dann einen Walk-Up gemacht mit vielen Drehungen, das übt Kappa ja schon immer ganz fleißig mit meiner DRC Gruppe und das hat sich auf jedenfall ausgezahlt, sie war absolut steady. Ich habe sie dann noch auf ein Blind eingewiesen, auch das hat sie super gemacht.
Anschließend haben wir an einer Stelle viele kleine Dummys ausgelegt und sind aus unterschiedlichen Entfernungen um diesen Punkt rumgegangen und haben aus allen Richtungen geschickt. Kappa musste sich vorher immer diverse Male drehen, ich habe meist vorher eine Verleitung hinter uns geworfen. Hier ist sie noch nicht 100% steady, das müssen wir noch weiter üben. In der Regel pienst sie aber wenn ich sie nochmal am Bein ausrichte, seltener bei der Drehung. Ich sage mal die Quote ist 50/50. Kriegt sie einen auf die Mütze, ist sie plötzlich ganz still wenn wir es wiederholen. >_> Keinen Kommentar. Die Entfernungen waren alle ein Witz für sie, sie ist jedesmal völlig sicher raus und hat sofort gefunden. Wir haben dann nochmal mehrere Dummys in einer Reihe fallen lassen und sie immer wieder geschickt und sie ist immer wieder raus, egal wie weit, alles super. Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren weiter die Steadyness zu verbessern, ohne dabei unser Einweisen zu vernachlässigen.
Am Donnerstag haben wir unser erstes Seminar bei Oliver Kiraly, ich bin schon sehr gespannt darauf. Annette und Live sind lustigerweise auch in unserer Gruppe, so dass wir auf jedenfall bekannte Gesichter dabei haben werden. Freitag wollen Annette und ich dann wohl nochmal zusammen trainieren, am Samstag bin ich beim Neuzüchterseminar in Winsen/Aller und Sonntag ist eine Trainerfortbildung zum Thema Lernverhalten beim Hund, auch in Winsen/Aller. Die Woche wird also sehr hündisch. :)
Als das nächste Mal Dummys verteilt wurden haben Kappa und ich stattdessen ein Absperrband einmal über die Wiese gezogen (knapp über den Boden) damit die Hunde ein Hundernis zu überqueren hatten und Kappa hat gleichzeitig auch nicht gesehen, wo an welchen Stäben Dummys verteilt wurden.
Um sie mal ein bisschen an ihre Grenzen zu bringen, habe ich Kappa als nächstes über Kopf geschickt, weiter sehr enge Winkel von ca. 30 Grad (3 Dummys in einer Reihe, Entfernung laut Google Maps 60m) Das ging natürlich nicht so flüssig, sondern ich musste am Anfang auch mal händeln, was sie am Anfang echt grauenhaft angenommen hat, aber dann nach dem 2. Mal hat sie angefangen zuzuhören und sich schön händeln lassen.
In der dritten Runde ging es wieder mit Voran, aber dann mit Verleitung, auch hier gabs beim ersten Mal wieder Diskussionen, aber auch dann flutschte dies wieder viel besser. Insgesamt war ich zufrieden, aber dieser Stoppfiff ist echt schlimm. Sie nimmt die Richtung dann ja gut an, also das macht sie wirklich gut, aber dieser Stopppfiff... eine ewige Geschichte. Wir üben weiter ;-) Insgesamt war ich aber sehr zufrieden mit ihr.
Danach hatte Kappa aber noch nicht Feierabend, sondern sie musste mit mir noch zum DRC Platz und die beiden Kurse mitmachen. Ich habe mir ihre Moxon an die Hose gebunden und Kappa läuft so mit, ab und zu dient sie als Ablenkung für die Junghunde oder muss mal ein Dummy aufheben, aber ansonsten ist das für sie eher ein scheiß Job. Es dient hauptsächlich ihrer Steadyness, denn ich werfe dort viel Dummys oder lege was aus usw. und sie muss die meiste Zeit zugucken. Sie beschäftigt sich dann meist mit Mäuse buddeln und macht das wirklich prima. Wir machen auch immer einen Walk Up mit Dummys, allerdings nur zur Steadyness, aber mit Drehungen, weil das ja auch nicht Kappas Königsdisziplin ist. Aber ohne Übung keinen Meister!
Eine zweite neue Stelle, aber für Kappa durchaus von anderen Trainings bekannt. Kappa darf nicht zuschauen. Da es eine 130m schräge Linie ist will ich lieber eine Verleitung werfen und sie dann schicken. Sie ist wieder verwirrt und läuft irgendwo hin, beim zweiten Mal funktioniert es dann aber. Die grade Linie will ich dann aber mit Back schicken und das macht sie super, Distanz 150m.
Wir wollen weiter gehen als einer Trainingspartnerin auffällt, dass sie ihr Dummy gar nicht geholt hat. Da die anderen Hunde nicht weit genug sind, muss Kappa also ran, 160m Blind auf bekannte Fallstelle, Gestrüpp und Graben dazwischen. Kappa läuft zweimal gradeaus und biegt an absurden Stellen ab, das dritte Mal pusche ich sie ordentlich und sie läuft prima bis nach hinten durch. :D
Als nächtes legen wir Dummys in einem Suchengebiet aus, Kappa und ich müssen aber auf einen Berg rauf und die arme Kappa muss für jedes der drei Dummys eine Steilwand hoch und wieder runter. Das erste noch so, die anderen beiden mit Verleitung vorher. Beim Dritten konnte sie nicht mehr, weder die Suche, noch die Verleitung, wir haben ihr dann geholfen. Das schöne war, dass ich sie im Suchengebiet gestoppt habe, Annette stellte sich unauffällig zum Dummy und machte brrrrt und ich schickte Kappa back, die wie eine Schnur zurücklief und auch gleich fand.
Zum Abschluss haben wir noch eine normale 60/70m Distanz auf ein Memory Back geschickt, Verleitung davor und auf dem Rückweg, ein Klacks für Kappi. Dann hatte sie sich ihren Feierabend auch wirklich verdient.
Ich möchte noch weiter unser Handling verbessern. Der Stoppfiff wird häufig erst beim dritten Mal ausgeführt und umso weiter sie von mir weg sitzt, umso schlechter nimmt sie das Back an und läuft eher zu den Seiten weg. Ich muss unbedingt das Heranrufen/stoppen/weiter Heranrufen/Stoppen mal außerhalb des Dummys üben. Wenn sie nicht weiß wo sie hinsoll, neigt sie weiterhin dazu einfach irgendwas zu machen und nimmt erst beim 3. oder 4. Mal meine Hilfestellung an. Das kenne ich aber von ihr und das wird besser werden umso sicherer sie wird. Wie mit den Verleitungen zu Anfang, da hat es am Anfang auch 3/4 Versuche gebraucht, dann hat es geklappt. Wir bleiben weiter am Ball!
Mit Sara und Chili sind wir auf eine Pferdeweide gegangen und haben dort ein wenig Voran und kleine Suche trainiert. Kappa hat wieder mit Verleitungen gearbeitet und durfte nicht mitkommen zum Auslegen. Die Entfernungen waren recht human und Kappa hat mit kleinen Aussetzern gut gearbeitet.
Zu Weihnachten haben Sara, Linna und ich uns wieder gegenseitig bewichtelt und von Linna haben wir dieses Jahr ein Pfeifenband und ein schönes Bild bekommen:
Nach den Feiertagen stand ein gemeinsames Training mit Annette an, diesmal erst auf einer bekannten Wiese, dann ging es auf eine neue Wiese mit Schräglage. Kappa hatte hier wieder leichte Probleme mit dem Stopppfiff, da war ich nicht so zufrieden mit, aber sonst hat sie schön gearbeitet. Die Distanzen waren sehr weit teilweise, aber ohne Verleitungen.
Das Pony haben wir natürlich auch besucht:
Und Kappa wurde gequält
Sylvester verlief problemlos. Um Mitternacht sind wir zum Knallern rausgegangen, Licht an, Vorhänge zu und Musik an hat die beiden das nicht gestört (Zuki ja sowieso nicht), aber auch vorher und hinterher haben Raketen und Böller sie nicht gestört.
Heute war es dann Zeit für ein Neujahrs-Training! Sara hat sich auf den weiten Weg zu uns gemacht und wir haben die Hunde weiter mit Einweisearbeit gequält. Kappa hatte es erst relativ einfach, einfach nur Vorans von verschiedenen Punkten holen, dann durfte sie nicht mitkommen beim Auslegen, auch noch ziemlich einfach. Dann mit Verleitungen, auch noch ziemlich einfach (außer beim ersten). Dann wollte ich es aber wissen. Ein laaanges Voran, was ich ohne sie ausgelegt habe und auch für sie nicht sichtig, vorher eine Verleitung und dann los. Hat sie toll gemacht, bis auf das kurze Nachfragen ob sie jetzt wirklich nicht die Verleitung holen soll. Das Dummy liegt hinten auf dem Hügel den man sehen kann, den Hund sieht man ja leider nicht den Hang absuchen.
Auf dem Weg dorthin hatte ich bei einem Baumstamm zwei Blinds ausgelegt. Wir haben eine Verleitung geworfen (jetzt im Nachhinein war das vielleicht ein bisschen too much) und Kappa wollte partout nicht zum Dummy sondern fing sofort an seitswärts rumzusuchen, aber das will ich ja nicht. Sie nahm auch kein Back an. Also das ganze nochmal aufgebaut, Sara ist hingegangen, hat für Kappa nochmal in die Hänge geklatscht und ich konnte sie dann ganz nett mit einem Back nach hinten schicken.
In der Sandkuhle habe ich sie dann noch ein paar Mal in der Kuhle absetzen lassen und eine Verleitung nach vorne links geworfen und sie mit Back nach hinten durch die Kuhle geschickt. Das lief auch so na ja. Ich muss das unbedingt unbedingt unbedingt üben, Back sitzt gar nicht.
Zum Abschluss waren unsere beiden Rennmäuse dann doch ganz schön geschafft :)